Ravni Žakan ist ein nettes kleines Eiland, umkränzt von einigen eng benachbarten Inselchen. Es besteht aus zwei Buchten: einer etwas im Durchgang gelegenen, teils dadurch offenen in Nordwesten und einer großen mit vorgelagerten Inselchen im Süden. Beide wurden ausgiebig in unserem “Bodo Müller: Liegeplätze und Landgänge” Buch (das eigentlich mehr ein Restaurant- und “Wie mache ich am besten Fest”-Führer ist; man sollte sich die Fotos von Bodos Freundinnen (Tochter?) genauer anschauen… sehr hübsch und dekorativ beim Weintrinken oder Festmacherhalten :)).
Wir entschieden uns für die Bucht mit der Konoba “Larus” vor der auch ein Bojenfeld war (alle Boote waren jedoch an diesem späten Morgen bereits abgefahren).
Hier wieder ein Beispiel für ein porat, dieses Mal ein ganz typisch einfaches, das ursprünglich aus nicht mehr als einem Wohnraum bestand.


Wer behauptet, daß “Larus” eine einfache Konoba ist, der war offenbar schon länger nicht dort. Zwar macht das Gebäude und die Terrasse tatsächlich einen etwas improvisierten Eindruck, doch das täuscht, will man davon auf die Bedienung (der Chef persönlich) und die Speisen rückschließen.
Die Konoba gehört einem Gastronomen aus Zadar (offenbar Weiterführung der historischen Traditionen, denn die Herren über Kornati waren schon immer die Zadarer), der dort bereits über mindestens ein Lokal verfügt. Das Essen war bis dato das beste, was wir auf den Kornati bekommen haben! Herrliches selbstgebackenes Brot – eine Art nicht-süßem Stuten –, guter Wein, hervorragende Muscheln (keine Miesmuscheln!), die direkt im Behältnis vor dem Lokal lagerten und ein gutes Fischcarpacio. Es war eine sehr schöne Stimmung im Lokal und an diesem kleinen Fischerhafen und Bucht.
Zuvor haben wir uns ein wenig dieses winzige Eiland erwandert und natürlich auch die andere Bucht, fußläufig in fünf Minuten erreichbar, erlaufen. Um dort auf einen Kaffee einzukehren.





Hier ein Blick vom ‘Berg’ aus auf die andere große Bucht. Man sieht rechts die Gebäude des Restaurants, dem angegliedert eine Mini-Market, Bocciabahn und ein neu angelegter Olivenhain.



Man (ich) bekommt von dieser Landschaft einfach nicht genug!
In der großen Bucht treffen wir gleich nach der neuen Bocciabahn zwei alte “Strandhäuschen”: Außenposten der Nationalparkverwaltung. Doch schon schweift der Blick weiter und sieht die neuangelegte, fast schon luxuriöse Café-Restaurant-Kai-Anlage! Fast schon etwas irreal in dieser kargen, steinigen Landschaft. Fast schon gleißend in der Sommermittagshitze. Aber, ich muß es zugeben, nicht unapart.




Und so sah der Ort vor wenigen Jahren und noch einmal vor wenigen Jahrzehnten aus! Was für eine rasante Veränderung…
Dieses alte Foto zeigt besonders eindrucksvoll, wie man sich ein wohlhabendes porat früher (vielleicht 1930er Jahre?) vorstellen hat.


Wieder zurück in unserer kleinen und nicht gar so feinen Bucht ging ich schnorcheln. Viel gab es leider nicht zu sehen – die Adria ist leergefischt und durch Fisch- und Fangnetze, Umweltverschmutzung und Plastik unter Wasser fast so wie oberhalb des Wassers: kahl, nur darin nicht so reizvoll. Die Seesterne habe ich nicht aus dem Wasser geholt, die waren schon vor uns an der Pier ausgebreitet.
Könnte das “Goldschwamm” sein?
Dieses Exemplar könnte vielleicht ein “Beutelbarsch” sein. Der kleinste Vertreter der Gattung im Mittelmeer. Recht scheu und ein Zwitter.
Eine “Goldstrieme” von oben.
“Goldstriemen” sind ausgesprochen gesellige Fische. Ausgewachsene Exemplare sind Vegetarier und ernähren sich von Algen. Jungfische hingegen ausschließlich von Kleintieren. Goldstriemen machen einen Geschlechtswechsel durch: zunächst sind sie Männchen, die dann sich in Weibchen wandeln.
Leider etwas unscharf und nicht so gut zu erkennen, aber wenn man genau hinschaut, dann sieht man einen kleinen “Putzfisch” am Kopf einer Seegurke, der ihm offensichtlich hingehalten wird. Der kleine Fisch ist ein “Längsstreifen-Schleimfisch”. Das Männchen ist ein Alleinaufzieher der Brut, denn er vertreibt das Weibchen nach der Eiablage.

Die neugierigen Fische folgen einem – im gebührenden aber nicht besonders großen Abstand – als ‘Schatten’ fast überall hin. In einigen Buchten umschwärmen sie geradezu das Schiff und folgen einem auf “Schritt und Tritt”. Lassen sich übrigens auch gut und gerne mit Brot, Gurken, Pfirsichen und anderem Essen füttern! Auf diesem Foto sind die Schatten als „Bandbrassen“ zu identifizieren. Ein Teil der Population ist getrenntgeschlechtlich und ein Teil ist Hermaphrodit, in diesem Fall sind die Jungtiere erst Weibchen und werden dann später zu Männchen.





Porat meint eine Behausung direkt an einer Bucht bzw. Küste in den Kornaten. Zwar bezeichnet porat auf Kroatisch soviel wie kleine Bucht, doch der Name wurde im Sprachgebrauch der Kornatibevölkerung auf die Ansiedlung in der unmittelbaren Nähe der Bucht übernommen. Diese porats – große von ihnen können sich bis zu einem kleinen Dorf ausweiten, was jedoch eher die Ausnahme ist – waren die “Zweitsitze” der Kornatibauern. Das größere und besser ausgebaute Haus lag im Inselinneren inmitten der zu bebauenden Felder.
Am kleinen Hafenbecken eine nette einfache Bar, darüber das berühmt-berüchtigte “Opat”. Wir beehrten die Konoba zwar nicht, aber ich glaube, daß man uns nicht abgewiesen hätte: dafür waren einfach auch zu wenige Schiffe mit ‘dicker Crew’ zur Zeit vor Anker.

Der kleine Ausflug gestaltete sich länger als gedacht, denn es führte gar kein Weg zum Bilderstock. Über Steine krakselte ich bis zur Landzunge. Dort wurde ich mit einer schönen Figur des Sv. Antonius und einem wieder überwältigendem Blick auf die Kornati-Inseln belohnt (und mit einer Dose alkoholfreiem Bier).
[Ein mit Trockenmauern umzäuntes “Feld” – typisch für Kornatis Feldbebauung - auf dem Weg zum Bilderstock. Es sieht recht verlassen mit eingestürzten Mäuerchen.]
[Immortelle: riecht wie Curry]
[Ein Blick zurück auf den kleinen schwarzen Punkt in der Bucht, das die Chulugi ist.]



Abendstimmung in der Opat-Bucht der Insel Kornat. Morgen geht es weiter…


Das Bilderstöckchen ist Sv. Antonius geweiht. Aber auch der traurige Hl. Rochus mit seinem Leprabein, dem treuen Hund und in der Einsamkeit eines von allen verlassen guten Menschen hat hier ein Gedenken bekommen.



[Ein Suchbild]
[Und hier die Auflösung: Ein Dominikanerkloster Sv. Križ (was Kreuz bedeutet) auf der Insel Čiovo; ein gotisches Ensemble aus dem 15. Jh. Ist im Besitz eines berühmten Kreuzes aus Olivenholz aus der gleichen Zeit. Wird heute von einem Mönch bewohnt und kann besichtig werden, heißt es.]


[Seit Albanien die ersten Bunker an der Küste.]



[Inseln können schweben – vor allem am Abend…]






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Außen und Badeleiter

Teakverfugung


Dingi mit Dreck und Seepocken

Spreehood
Fugen und Werkzeuge


Unterdeck Tisch und Leisten

Bodenbretter


Pantryablage und Badablage

Dies und Das von den vielen Dingen, die wir irgendwann nicht mehr die Kraft hatten, zu fotographieren, und wie man mit fremden Eigentum umgeht…


[Voodoo in Kroatien] 



[Ausgrabungsort der venezianischen Villaruinen] 


[Hier sind/wären möglicherweise noch Reste der ven. Hafenanlagen zu finden…] 





Und schon sind wir wieder weiter unterwegs…