Marcel, 03. 01. 2010

Nach Sturmfahrt mit 7bf und Böen mit 8bf erreichen wir die doppelt geschützte Kekova Reede (die Bucht innerhalb der Bucht). An diesem Tag haben wir unsere Stagfock eingebüßt, die mit einem lauten Knall in zwei Teile gerissen ist.

Marcel, 02. 01. 2010

Der Morgen in unserer Neujahrsbucht begann mit sonnigem Wetter ohne viel Wind. Auf der Route südwärts nach Taslik Burnu nahm der Wind dann nach und nach bei weiterhin strahlendem Sonnenschein immer  deutlicher zu. Als wir Taslik Burnu am Mittag rundeten blies es mit 6bf als uns ein schnelles Motorboot entgegen kam, welches offensichtlich direkt auf uns zu hielt. Die türkische Küstenwache kam auf wenige Meter an uns heran und versuchte uns mit einer Flüstertüte auf einen aufkommenden Sturm hinzuweisen. Storm is comming. Pleasy go directly to the next marina. Es sah nicht nach Sturm aus. Das Wetter schien sich bei 6bf zu stabilisieren, doch die Küstenwache ließ nicht locker uns versuchte es dann noch über Funk. Ich versicherte schließlich, die Marina in Finike anzulaufen, welche eigentlich gar nicht unser Ziel war. Wir wollten direkt zur Reede von Kekova. So verloren wir wieder einen Tag und verbrachten den Abend in einem Restaurant nahe der Marina. Der Trost war ein wunderbarer Blick auf die schneebedeckten Berge im Hinterland.

Wenn man im T-Shirt und bei 20°C in der der Sonne Anfang Januar mit einem Glas Weißwein im Cockpit zu Mittag isst, bilden die weißen Gipfel eine traumhafte Kulisse. Der Schneematsch in den Straßen Kölns, der sich mit dem so genannten abstumpfenden Streugut vermischt und in braunen Schlammbächen unsere Schuhe ruiniert, eignet sich dagegen lediglich als Grundrauschen für depressive Stimmungen. Meiner Meinung nach ist Schnee generell nur aus der Entfernung zu ertragen.

Marcel, 01. 01. 2010

Nach über 70sm erreichen wir am späten Nachmittag unsere erste Ankerbucht. Pinienduft empfängt uns bei der Einfahrt in die geschützte Bucht. Am Strand eine einsame Hütte, aus der Rauch aufsteigt.

Marcel, 31. 12. 2009

Marcel, 25. 12. 2009

UKW-Seefunk: Notverkehr

Notruf


MAYDAY (3x) 
THIS IS 
…..211472990
…..CHULUGI 
…..DB5841
IN POSITION 
…..Positionsangabe 
…..Notfallbeschreibung 
…..erbetene Hilfeleistung 
OVER

Fehlalarm stornieren


ALL STATIONS (3x) 
THIS IS 
…..211472990
…..CHULUGI 
…..DB5841
IN POSITION 
…..Positionsangabe 
CANCEL MY DISTRESS 
ALERT OF 
…..Datum 
…..Uhrzeit in UTC 
MASTER 
…..Datum 
…..Uhrzeit in UTC 
OVER

Notmeldung weiterleiten


MAYDAY RELAY (3x) 
THIS IS 
…..211472990
…..CHULUGI 
…..DB5841
AT 
…..Uhrzeit in UTC

Notruf empfangen
ON CHANNEL 
…..Funkkanal 
FOLLOWING RECEIVED
…..Text des Notrufs 
END OF MESSAGE

Notsituation beobachtet
FOLLOWING OBSERVED 
IN POSITION 
…..Position 
…..Beobachtung 
OVER

Empfangs-Bestätigung 
erst nach Bestätigung der 
Rettungsleitstelle und 
bei beabsichtigter Hilfeleistung


MAYDAY 
…..Schiff in Not (3x) 
(MMSI, Rufzeichen oder Name) 
THIS IS (DE) 
…..CHULUGI (3x) 
…..DB5841
RECEIVED MAYDAY 
(ROMEO ROMEO ROMEO MAYDAY)
…..eventuell weitere Angaben: 
…..eigene Position 
…..Ankunftszeit beim Havaristen 
…..mögliche Hilfeleistung 
OVER

Funkstille gebieten 
bei Störungen


Funkstille: alle Stationen
ALL STATIONS 
SILENCE MAYDAY

Funkstille: eine Station
…..Name der Station 
SILENCE MAYDAY

Notverkehr beenden


MAYDAY 
ALL STATIONS (3x) 
THIS IS 
…..CHULUGI oder 
…..DB5841 oder 
…..andere Kennung 
…..Uhrzeit in UTC 
…..CHULUGI oder DB5841
des Havaristen 
SILENCE FINI


UKW-Seefunk: Funk-Kanäle

Folgende Kanäle sind in den deutschen Küstengewässern üblich. 
Bitte informieren Sie sich über die örtlichen Bestimmungen.

06 Schiff-Schiff-Verkehr (International) 
Search and Rescue Verkehr mit Flugzeugen 
Sicherheitsverkehr mit Flugzeugen
08 Schiff-Schiff-Verkehr
10 Schiff-Schiff-Verkehr 
Search and Rescue Verkehr mit Flugzeugen
13 Sicherheitsverkehr Schiff-Schiff
15 Bordfunk (maximal 1 Watt)
16 Not-, Dringlichkeits- und Sicherheits-Verkehr 
Anrufe zur Verabredung des Sprechkanals
17 Bordfunk (maximal 1 Watt)
69 Schiff-Schiff-Verkehr (Sportboote)
70 für DSC reserviert (kein Sprechfunkverkehr!)
72 Schiff-Schiff-Verkehr (Sportboote)
75 Navigation
76 Navigation
77 Schiff-Schiff-Verkehr, Binnenschifffahrt 
Nachrichten sozialer Art (Kaffeeklatsch)


Funkalphabet

Zahl / Buchstabe
Wortlaut
Lautsprache
A Alfa [ˈælfə]
B Bravo [ˈbɹɑvoʊ]
C Charlie [ˈtʃɑɹliː]
D Delta [ˈdɛltɑ]
E Echo [ˈɛkoʊ]
F Foxtrot [ˈfɔːkstɹɔːt]
G Golf [gɔːlf]
H Hotel
[gɔːlf]
I India [ˈɪndiː.ˌə]
J Juliett [ˈdʒuːliː.ˌɛt]
K Kilo [ˈkiːloʊ]
L Lima [ˈliːmə]
M Mike [maɪk]
N November [[noʊ.ˈvɛmˌbɝ]
O Oscar [ˈɔːskə]
P Papa [pɑ.ˈpɑ]
Q Québec [kɛ.ˈbɛk]
R Romeo [ˈɹoʊmiː.ˌoʊ]
S Sierra [siː.ˈɛˌɹə]
T Tango [ˈtæŋgoʊ]
U Uniform [ˈjuːniː.ˌfɔɹm]
V Victor [ˈvɪktə]
W Whiskey [ˈwɪskiː]
X X-ray [ˈɛksɹeɪ]
Y Yankee [ˈjæŋkiː]
Z Zulu [ˈzuːluː]
Marcel, 25. 12. 2009

Beaufort-Skala nach phänomenologischen Kriterien

Windstärke
in Bft
Bezeichnung der Windstärke Bezeichnung desSeeganges (Windsee) Beschreibung
Wirkung an Land Wirkung auf dem Meer
0 Windstille völlig ruhige, glatte See keine Luftbewegung, Rauch steigt senkrecht empor spiegelglatte See
1 leiser Zug ruhige, gekräuselte See kaum merklich, Rauch treibt leicht ab, Windflügel und Windfahnen unbewegt leichte Kräuselwellen
2 leichte Brise schwach bewegte See Blätter rascheln, Wind im Gesicht spürbar kleine, kurze Wellen, Oberfläche glasig
3 schwache Brise Blätter und dünne Zweige bewegen sich, Wimpel werden gestreckt Anfänge der Schaumbildung
4 mäßige Brise leicht bewegte See Zweige bewegen sich, loses Papier wird vom Boden gehoben kleine, länger werdende Wellen, überall Schaumköpfe
5 frische Brise mäßig bewegte See größere Zweige und Bäume bewegen sich, Wind deutlich hörbar mäßige Wellen von großer Länge, überall Schaumköpfe
6 starker Wind grobe See dicke Äste bewegen sich, hörbares Pfeifen an Drahtseilen, in Telefonleitungen größere Wellen mit brechenden Köpfen, überall weiße Schaumflecken
7 steifer Wind sehr grobe See Bäume schwanken, Widerstand beim Gehen gegen den Wind weißer Schaum von den brechenden Wellenköpfen legt sich in Schaumstreifen in die Windrichtung
8 stürmischer Wind mäßig hohe See große Bäume werden bewegt, Fensterläden werden geöffnet, Zweige brechen von Bäumen, beim Gehen erhebliche Behinderung ziemlich hohe Wellenberge, deren Köpfe verweht werden, überall Schaumstreifen
9 Sturm hohe See Äste brechen, kleinere Schäden an Häusern, Ziegel und Rauchhauben werden von Dächern gehoben, Gartenmöbel werden umgeworfen und verweht, beim Gehen erhebliche Behinderung hohe Wellen mit verwehter Gischt, Brecher beginnen sich zu bilden
10 schwerer Sturm sehr hohe See Bäume werden entwurzelt, Baumstämme brechen, Gartenmöbel werden weggeweht, größere Schäden an Häusern; selten im Landesinneren sehr hohe Wellen, weiße Flecken auf dem Wasser, lange, überbrechende Kämme, schwere Brecher
11 orkanartiger Sturm schwere See heftige Böen, schwere Sturmschäden, schwere Schäden an Wäldern (Windbruch), Dächer werden abgedeckt, Autos werden aus der Spur geworfen, dicke Mauern werden beschädigt, Gehen ist unmöglich; sehr selten im Landesinneren brüllende See, Wasser wird waagerecht weggeweht, starke Sichtverminderung
12 Orkan außergewöhnlich schwere See schwerste Sturmschäden und Verwüstungen; sehr selten im Landesinneren See vollkommen weiß, Luft mit Schaum und Gischt gefüllt, keine Sicht mehr
Windstärke
in Bft
Windgeschwindigkeit Wellenhöhe (m)
m/s km/h mph kn Tiefsee (Atlantik) Flachsee (Nord- und Ostsee)
0 0,0 − <0,3 0 0 − <1,2 0 − <1
1 0,3 − <1,6 1 − 5 1,2 − <4,6 1 − <4 0,0 − 0,2 0,05
2 1,6 − <3,4 6 − 11 4,6 − <8,1 4 − <7 0,5 − 0,75 0,6
3 3,4 − <5,5 12 − 19 8,1 − <12,7 7 − <11
4 5,5 − <8,0 20 − 28 12,7 − <18,4 11 − <16 0,8 − 1,2 1,0
5 8,0 − <10,8 29 − 38 18,4 − <25,3 16 − <22 1,2 − 2,0 1,5
6 10,8 − <13,9 39 − 49 25,3 − <32,2 22 − <28 2,0 − 3,5 2,3
7 13,9 − <17,2 50 − 61 32,2 − <39,1 28 − <34 3,5 − 6,0 3,0
8 17,2 − <20,8 62 − 74 39,1 − <47,2 34 − <41 mehr als 6,0 4,0
9 20,8 − <24,5 75 − 88 47,2 − <55,2 41 − <48
10 24,5 − <28,5 89 − 102 55,2 − <64,4 48 − <56 bis 20,0 5,5
11 28,5 − <32,7 103 − 117 64,4 − <73,6 56 − <64 > 20,0
12 >32,7 >117 >73,6 >64
Marcel, 25. 12. 2009

Damit alle unsere Mitsegler – und wir auch – wohl behalten in den Heimathafen zurückkehren gibt es ein paar Regeln an Bord, die jeder zu beachten hat. Eine unserer ersten Regeln ist: Bei Nacht gilt es an Deck Schwimmwesten und Life-Belts zu tragen. Das Cockpit wird bei Dunkelheit nur gesichert verlassen. Bei Nacht einen über Bord gegangenen Menschen wieder zu finden bedeutet eine Nadel im Heuhaufen zu suchen. Wenn es bewölkt ist und Seegang herrscht ist dies nahezu unmöglich. Am Tage achtet jeder Mitsegler selbst auf seine persönliche Sicherheit und trägt bei Bedarf und in jedem Falle auf Anweisung des Schiffsführers Rettungsweste und Lifebelt.

Der Skipper oder der von ihm benannte Vertreter hat die Verantwortung für Schiff und Crew. Jeder Mitsegler beachtet die Anweisungen des Schiffsführers und informiert ihn (bzw. den jeweiligen Wachführer) in unklaren Situationen.

Ich zitiere hier den Kleinen Bärtigen: „Segeln ist kein demokratischer Prozess! … Seefahrt (auch/insbesondre Sportschiffahrt) ist gefährlich. Jeder Mitsegler ist sich bewußt, spezifische Risiken einzugehen. Für eigenes Fehlverhalten und für Fehler des Fahrzeugführers hafte ich und haftet der Fahrzeugführer deshalb nur, soweit Schäden vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht werden. Jedes Crew-Mitglied vereinbart vor Törnantritt an Bord schriftlich einen umfassenden Haftungsausschluß mit mir und meinem Schiffsführer. Etwaige Ansprüche aus den für die Yachten abgeschlossenen Versicherungen bleiben hiervon unberührt. Jeder Teilnehmer überprüfe in diesem Sinne seinen eigenen Versicherungsschutz!“

Sollte man bei Krängung und Seegang an den Mast und auf das Vorschiff gehen müssen, sollte man seinen Schwerpunkt möglichst tief halten, d.h. gebückt gehen. Auch während des Arbeitens an Deck gilt der Spruch Eine Hand für´s Schiff, eine Hand für einen selbst. Alle Fallen werden auf Chulugi am Mast bedient, so dass man auch bei Seegang (z.B. zum Reffen) auf das Vorschiff muss. Die Schiffsbewegungen fallen auf Chulugi jedoch sanfter und träger aus, als man es von leichteren Küstenkreuzern gewohnt ist.

Nicht nur für „Anfänger“ an Bord, sondern auch für erfahrene Segler ist der Großbaum – wie sich aus der Bordpraxis zeigt – immer wieder eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle. Auf die Möglichkeit des unerwarteten Überkommens des Großbaums, insbesondere bei Raum- und Vorwindkursen, und die daraus resultierende Gefahr für den Kopf bzw. das Überbordgehen hierdurch wird daher hingewiesen. Auch beim Liegen im sicheren Hafen sollte man beim Aufstieg aus dem Niedergang unbedingt auf den Großbaum achten. Im vorderen Bereich des Cockpits (vor dem Steuerrad) schwingt der Großbaum genau in Kopfhöhe! Der Steuermann steht jedoch außerhalb des Radius. Der Baum hat zwei vorinstallierte Bullen, die bei Bedarf auf den Mittelklampen belegt werden können.

Die an den Segeln und somit auf die Winschen übertragenen Kräfte werden im allgemeinen weit unterschätzt. Die Funktionsweise, das korrekte Belegen und das kontrollierte Lose-Geben einer auf der Winsch belegten Schot werden bei der Sicherheitseinweisung ausführlich demonstriert. Der Zug eines Segels kann bei nicht korrekt belegter Winsch beim Hantieren mit der Schot zu ernsthaften Handverletzungen bzw. beim unkontrollierten Ausrauschen der Schot zu Verbrennungen führen! Ebenfalls hingewiesen wird auf die von im Wind schlagenden Segeln ausgehende Gefahr. Verletzungen kann hier insbesondere das Schothorn der Fock (hintere untere Ecke des Vorsegels), da dies meist mit einer Metallkausch versehen ist.

Seeventile sind überall dort angebracht, wo Wasserleitungen vom Schiffsinnern nach außen durch die Bordwand velaufen, so z.B. bei der Spüle, im WC und Dusche sowie im Motorraum (Kühlwasser). Die häufigste Ursache für Wasser im Schiff sind nicht Lecks im Rumpf, sondern versehentlich offen gelassene oder defekte Seeventile! Grundsätzlich werden vor dem Auslaufen alle Seeventile geschlossen. (Auch der Toilettenausfluss befindet sich bei Chulugi unter der Wasserlinie!) Hiervon ausgenommen sind die Seeventile für Kühlwasserein- und Austritt im Motorraum. Daher ist es absolut notwendig, daß jedes Crewmitglied die Lage und den Verschlußmechanismus aller Seeventile kennt, um diese selbständig zu finden und bedienen zu können. Bei nahezu allen Typen von Seeventilen gilt das Prinzip, daß bei einem geöffneten Seeventil der dazugehörige Hebel in Richtung des angeschlossenen Rohrs zeigt; in geschlossenem Zustand steht er senkrecht dazu. Bei der Sicherheitseinweisung wird die Lage und Funktion aller Seeventile demonstriert.

Falls doch einmal Wasser ins Schiff dringt, kann dieses mittels mehrerer manueller oder elektrischer Lenzpumpen abgepumpt werden. Die Standorte der Pumpen und die Bedienung werden demonstriert. Falls tatsächlich ein auch nur kleines Leck entstanden ist, wird zusätzlich jedoch fast immer das Lenzen mittels eines Eimers („Pütz“) notwendig sein. Ein Crewmitglied in Angst schafft mit dem Eimer in der Hand ca. die zehnfache Wassermenge in der gleichen Zeit außenbords wie eine Lenzpumpe!

Chulugi verfügt über einen größeren Bug- und einen kleineren und leichteren Heckanker, sowie einem Klappanker (Draggen) für felsigen Grund. Für die Ankerwinsch gilt, daß man die dort wirkenden Kräfte und die damit verbundenen Verletzungsrisiken nicht unterschätzen sollte. Nur im Falle einer Betriebsstörung und auch dann nur mit äußerster Vorsicht sollte man mit den Händen an der Ankerkette hantieren. Ein Plötzliches Anheben des Bugs durch eine Welle bei noch außenbords hängender Ankerkette kann bereits eine Einklemmung verursachen! Die Ankerwinsch wird vor Benutzung durch Betätigung der entsprechenden Sicherung am Kasten über der Navigationsecke ein- und nach Benutzung wieder ausgeschaltet. Da der Strombedarf der Ankerwinsch sehr hoch ist, wird diese nur bei laufender Maschine betätigt. Das Aufholen des Ankers wird mit einem Fußgerät auf dem Vorschiff gesteuert. Das Fallen des Ankers erfolgt manuell. Die korrekte Bedienung der Ankerwinsch und das Sichern/Entsichern des Ankers im Bugbeschlag wird bei der Sicherheitseinweisung demonstriert.

Chulugi verfügt über 4 Verbraucherbatterien (insgesamt 400Ah) und 1 Starterbatterie. Diese werden über Landstrom, die Lichtmaschine oder Solar- und Windgenerator geladen. Die Batteriesysteme sind durch einen Trennschalter (unter der Achterkoje) voneinander separiert. Dieser Schalter hat drei Stellungen 1 (Starterbatterie), 1+2 (beide Systeme), 2 (Verbraucherbatterien). Die Stellung gibt an, welcher Kreislauf aktiv ist (Landung und Entladung). Zum Starten des Motors immer den Schalter auf Pos. 1 stellen! Danach, sobald die Lichtmaschine arbeitet, auf Pos. 2 umstellen, so dass die Verbraucherbatterien geladen werden. Bei erneutem Starten des Motors das Umstellen auf Pos. 1 nicht vergessen!

noch zu ergänzen…

Rettungsinsel und Rettungsring/Signallicht

GPS/MOB/Funkgerät und Handfunkgerät

Feuerlöscher

Seenotsignalmittel

Pfropfen

Gasflaschen und -ventile

Rettungsmittel/-insel

Bordapotheke/Seekrankheit

Beiboot/AB

Marcel, 24. 12. 2009

Glaubensbekenntnis des Gastronauten

1. Ich beschließe hiermit, Essen, wann immer möglich, von Brennstoff in Liebe, Kraft, Abenteuer, Poesie, Sex oder Drama zu verwandeln.

2. Ich lasse keine Gelegenheit aus, etwas Neues zu kosten oder zu kochen.

3. Ich vergesse nie: Kanapees sind von Übel.

4. Ich denke stets daran, dass kulinarische Katastrophen nicht unbedingt gleichbedeutend sind mit kulinarischem Scheitern. (Wir denken in diesem Zusammenhang an Samuel Beckett: Scheitere, scheitere erneut, scheitere besser!)

5. Ich habe für den letzteren Fall stets ein Glas Pesto zur Hand.

Der homo sapiens sapiens ist der schmeckend wissende Mensch. Der schmeckend unterscheidende Mensch ist der weise, da bewusst wahrnehmende Mensch.

Zwei Dudeneinträge:

1. gas|tro-, Gas|tro-, (vor Vokalen meist:) gastr-, Gastr- [zu griech. gaster (Gen.: gastrós) = Bauch, Magen] <Best. …

2. Nau|tik die; – ‹aus gleichbed. gr. nautike (téchnē) zu naũs „Schiff“›: 1. Schifffahrtskunde. 2. Kunst, Fähigkeit, …

Das Wort saber bezeichnet im Spanischen sowohl schmecken als auch wissen, bzw. das Wissen.

Wer ohne Wissen ißt, tötet die Nahrung, und gegessen tötet sie ihn. Marcel Mauss