Letzter Tagebucheintrag einer Fahrt von Indien übers Rote Meer nach … Finike in der Türkei {Part IV}

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Es war nicht einfach, unseren nächsten Port im südlichen Mittelmeer zu finden. Keiner wollte uns aufnehmen und das ein Jahr nach der ersten Coronakrise! Griechenland ohne ein offizielles Okay war uns zu riskant, Israel hat uns nicht einmal auf unsere Anfrage geantwortet, und Länder westlich von Ägypten liegen gegen die vorherrschende Windrichtung. Aber ich greife vor.

Unsere letzten Meter im Suez-Kanal

Eigentlich hätten wir im berüchtigten Port Said einkehren müssen, den letzten Lotsen absetzten und dann weiterfahren. Port Said hat unter Seglern einen schlechten Ruf. Zu schlecht sind die Anlagen und das Personal soll besonders ‚rustikale‘ Manieren haben. Ich staunte daher nicht schlecht, als ich irgendwann den Kopf durch den Niedergang nach oben steckte und Port Said an Backbord fast schon hinter uns verschwinden sehe. „Fahren wir nicht nach Said rein?“ Nein. „Und wo ist unser Lotse?“ Abgesprungen auf ein anderes Boot der Küstenwache! Sportliche Leistung, schade, dass ich das nicht gesehen habe. Uns hat der freundliche junge Lotse die Rumpelkammer von einem Port und natürlich wieder die vielen offenen Hände erspart.

Es war schon dunkel, als wir aus dem Suez-Kanal hinausfuhren. Überall Lichter, überall kleine und große Schiffe. Herrschte im Kanal Ordnung, so ist jetzt Chaos angesagt. Hier kann man sich nicht mal eben schnell für paar Minuten aufs Ohr legen. Wachehalten bedeutet hier wirklich auch wach-sein und durch den Verkehr hindurch manövrieren. Schlimm dabei ist nicht die Großschifffahrt, sondern die vielen kleinen Fischerboote, die manchmal in der allerletzten Minute ihre Positions- oder sonst irgendwelche Lichter anmachen. Für mich Adrenalin pur, da ich keine gute Nachtseglerin bin. Immer wieder wird der Skipper an Deck gerufen, um zu überprüfen, „was das denn ist“. Bis er schließlich aufgibt und die Wache mitübernimmt. Dafür muss ich später länger dran.

Wie ich schon im letzten Beitrag berichtet habe, geht es für uns nach Finike in der Türkei. Gerne hätten wir unsere Freunde von der SY Joana aus Kochi in Alanya wiedergesehen, doch Alanya legt die Gesetze der Corona-Zeit anders aus als Finike, und erlaubt keine Einklarierung ohne die Vorlage eines negativen PCR-Tests, den wir in Ägypten aus verschiedenen Gründen (siehe Beitrag „Part III.“) nicht bekommen konnten.

Für uns ist die Überfahrt von Port Said nach Finike ein winziger Katzensprung, zumal auf den zwei vollen Tagen, die wir dafür brauchten, die Fortuna mitsegelt. Die Wellen waren klein, der Wind moderat und von der Seite, wir können die Segel auspacken und segeln – alles ist gut.

24.01.2021, Finike: Echte Ankunft nach 32 Tagen auf See

Finike erreichen wir so gerade noch rechtzeitig vor einer Schlechtwetterfront doch schon im Regen. War es in Ägypten schon bitterkalt, so ist das hier noch vielmehr. War das südliche Mittelmeer immer schon so kalt, im Januar? Wie der Zufall so will, hat Marcel unsere SY Chulugi ziemlich genau vor 10 Jahren, auch im Winter, in Alanya gekauft. Da stand sie noch schnieke aufgebockt auf dem Trockenen und glänzte so, dass man sich in ihrem schwarzen Lack spiegeln konnte. Leider ist sie nun von diesem Top-Zustand weit entfernt. Damals fuhren wir über Silvester von Alanya los und waren im Januar die Küste bis nach Marmaris hochgefahren. Ich muss gestehen, dass ich mich nur an eine einzige Bucht, und da nicht einmal an ihren Namen erinnern kann.

Finike empfängt uns zwar im Regen, gleichwohl aber mit kompetenten Marineros, die fast alles alleine machen. Wir liegen wieder – wie es im Mittelmeer üblich ist – mit dem Heck zum Pier und haben keine Gangway… die wird sofort von jemanden organisiert. Gerade angelegt, schon geht es los. Unser Agent Samet Gölgeci ist da, er will uns gleich zur Polizei bringen und erzählt uns das Prozedere, das Was, Wann und Wie. Wir erwarten den angekündigten PCR-Test und die 10 Tage Quarantäne, doch umsonst. Vor Ort heißt es: 7 Tage Quarantäne und der PCR-Test wird am sechsten Tag gemacht. Fällt er negativ aus, dann sind wir frei und können die Quarantänepier verlassen. Plötzlich ist jemand mit dem obligatorisch gewordenen Infrarotthermometer da und will unsere Stirne haben. Alles klar, keine Temperatur. Dabei fürchte ich, dass ich in der Kälte gleich eine Grippe bekomme.

Die Polizeistube ist gleich in der Marina, dort werden wir biometrisch aufgenommen, die Passkontrolle wird separat vorgenommen, viel wird dabei nicht kommuniziert. Samet Gölgeci hat sein Büro gleich nebenan, jeder kennt jeden. Und das schönste von alldem ist eine große Kangal-Hündin, die vor der Tür liegt – und keiner stört sich an ihr. Wir hatten etwas Bedenken wegen Nico, unserem Bordhund, in einem muslimischen Land. Aber hier will niemand auch nur irgendein Papier zu Nico sehen (wir hätten welche, die uns Geld und Rennerei in Indien gekostet haben). Dem nicht genug – aber ich greife schon vor -, Hunde sind in der Marina eine angenehme Selbstverständlichkeit. Auch unsere türkischen Nachbarn haben Hunde.

Aber noch liegen wir am Ende einer Betonpier, wo sonst die ganz großen Schiffe festmachen. Ein Absperrband markiert die Grenze der Quarantänezone. Eng wird hier nichts gesehen. Wir dürfen diese winzige Zone verlassen, um mit Nico an den benachbarten Palmen Gassi zu gehen. Es dauert nicht lange und schon ruft uns jemand von außen mit „Hallo!“ an. Die ersten Gäste sind da. Segler, die sich anbieten, für uns einzukaufen. Marcel hat heute Geburtstag und so bringt uns jemand eine Flasche Wein vorbei, Brot, Kuchen und Gemüse. Eigentlich haben wir so viele Vorräte, dass wir vollständig autark noch ein Monat in der Quarantäne verbringen könnten, aber uns freut natürlich alles Frische und Neue.

Am nächsten Tag haben wir noch mehr Gäste vor unserem Schiff. Wir halten die Quarantänebestimmungen ein (Abstand, Maske, an Bord bleiben), doch die anderen halten uns offenbar für ungefährlich und kommen immer wieder zum Plausch vorbei, auch ohne Maske und gerne auch immer näher. Verständlich, denn viele neue und weitgereiste Segler kommen nicht so häufig hierher.

Der Blick von unserer Quarantänepier beim schlechten Ankunftswetter.

Das Wetter wird besser und kälter. Die Berge, auf die wir einen hervorragenden Blick haben, sind schneebedeckt.

Dick eingepackt kann man die Sonne genießen.

Schnell wieder rein und dann Unterdeck chillen. (Gangwaygehen muss wieder neu lernen.)

Der Tag der Wahrheit

Heute ist der Testtag. Ein kleiner Kombiwagen kommt angerollt und hält vor unserem Heck. Der PCR-Test wird hier in der Nase und im Rachen vorgenommen. Erst Rachen, dann Nase. Das gleiche Stäbchen. Unser Agent Samet ist mit dabei und übersetzt ein bisschen, doch das meiste erklärt sich von selbst. Natürlich, es regnet wieder, als der Test in ‚freier Natur‘ vorgenommen wird. Ich finde das Stäbchen in der Nase sehr unangenehm und zucke immer wieder mit dem Kopf zurück. Die Krankenschwester ermahnt mich. Sie müsse es so gründlich machen, sonst hat sie nicht genug Testmaterial – und sie kommt dann wieder! Diese Drohung überzeugt und ich reiße mich zusammen.

Nach 24 h kommt ein Anruf von Samet, der, bevor er offiziell die Quarantäne für beendet verkündet und unseren PCR-Test als negativ deklariert, mich noch einmal ordentlich auf den Arm nimmt. Und Marcel (und mir) einen Schub Adrenalin beschert. Doch diese Geschichte darf ich nur privat und mündlich erzählen. Samet hat bedenken, dass andere den türkischen Humor nicht verstehen werden.

Nun sind wir frei zu gehen, wohin wir wollen. Türkei steht uns offen! Touristen bekommen nach einem negativen PCR-Test ein dreimonatiges Touristenvisum und können sich frei in der Türkei bewegen. Maskenpflicht, Desinfektionen und in großen Malls eine Art Trecking-App sind erforderlich. Ansonsten müssen wir uns an nichts anderes halten. Ganz im Gegensatz zu den Türken, die an den Wochenenden Ausgehverbote haben und die Wochentage zwischen „Jungen“ und „Alten“ aufgeteilt sind: bis Mittag dürfen die Alten raus, ab Nachmittag bis 17:00 dürfen die Jungen dran. Augenscheinlich hält man sich daran so lala. Die „Alten“ nehmen einfach ihren riesigen Kangal-Hund, der sonst noch nie spazieren gegangen ist, samt der Kette und gehen dann herum oder zu den Nachbarn… Denn, wer einen Hund hat, darf auch jenseits der Regelungen mit ihm raus. So tut Corona (-vorschrift) auch was Gutes.

Am nächsten Tag müssen wir unseren (ganz netten) Platz an der Pier verlassen und uns unters Volk mischen. Das sind wir tatsächlich gar nicht gewohnt. Wann haben wir so viele Jachten auf einen Haufen gesehen? Vor 7 Jahren wahrscheinlich! Wir bekommen den Steg „B“ zugewiesen, vielleicht wollte man uns einen Gefallen tun und so parken wir neben einem deutschen Schiff. Später erfahren wir von unserem Nachbar Uwe, dass er bei Nacht und Nebel aus Griechenland getürmt ist. Er fand es dort furchtbar und „on the top“ wollten ihn die griechischen Behörden – alles wegen Corona – nicht gehen lassen!

Wir haben Glück mit unserem ‚Boxenplatz‘, der großzügig bemessen ist und uns sehr viel Freiraum zu den Nachbarn lässt. Das werden wir schon bald zu schätzen wissen, als das Wetter wieder umschlägt und Starkwinde aus der „falschen Richtung“ nennenswerte Wellen in die Marina drücken werden. Wellen in die Marina kommen hier von der Seite und lassen die Boote sich ordentlich aufschaukeln. Furchtbar ist es. Wir haben einen Spielraum von bestimmt drei bis vier Metern zu jeder Seite, die wir ‚absurfen‘. Gleichzeitig zerren wir abwechselnd an jedem Festmacher. Unsere Nachbarn machen das mehr oder weniger genauso und häufig genug in einem anderen Rhythmus… Marcel kann das viel besser aushalten als ich.

Da kommt was Schlimmes auf uns zu…

Setur Marina Finike: +++ mit einem Manko

Marina Finike erleben wir als eine sehr freundlich und professionell geführte Marina. Hervorzuheben sind die guten Marineros, die sogar aufs Deck springen und selbst die Vorleine/Mooringleine belegen! Ich hatte im Grunde nichts zu tun. Das ist optimal für Einhandsegler und für Boote, die Probleme haben, Rückwerts zu manövrieren (wie wir!), denn hierbei helfen die Marineros mit ihrem Dinghi das Schiff in Position zu bugsieren. Alles schön in Ruhe, keine Hektik.

Wer soziale Anbindung (social life) mag, wird in Finike glücklich werden. Den Auftakt dazu gaben schon die vielen Besucher während unserer Quarantäne. Marita und ihr Ehemann Wolfgang, ein deutsches Seglerpaar, das seit 35 Jahren in der Türkei segelt, sind die „führenden Köpfe“ der Marina-Gesellschaft. Und Marita ist zu Recht die ungekrönte „first lady“ gleich nach dem Marina-Manager Barbaros Turan. Herr Turan managend aus dem Hintergrund. Fragen, Probleme, Wünsche werden von ihm persönlich oder von seiner Büro-Crew möglichst schnell gelöst.

Entsprechend viele an Bord lebende Segler fast aller Nationalitäten gibt es hier. Wir erfahren, dass seit ein oder zwei Jahren das Leben an Bord auch unter den Türken um sich greift. Erst recht in der Zeit von Corona. Noch überwiegen die Ausländer in der Setur Marina in Finike – in Kas sieht es schon anders aus. Das soziale Leben wird in Finike sehr großgeschrieben. Jeden Sonntag gibt es Kaffee und Kuchen, was traditionell Marita und Wolfgang besorgen (backen und aufbrühen). Anschließen grillen „Männer“ für ihre Familien und Freunde. Beim guten und weniger guten Wetter veranstalten die Segler – noch getrennt nach Nationalitäten, aber mit semipermeablen Grenzen – so etwas wie Buffet-Mittagessen im Zelt und davor. Es wird sowieso sehr viel gemeinschaftlich draußen gegessen.

Mitte der Woche gibt es einen türkischen Spieleabend (offen für alle, aber wer die Sprache nicht versteht…), und an einem festen Tag gibt es einen deutsch-internationalen Spieleabend. Für solche Veranstaltungen gibt es einen Gemeinschaftsraum, mit Küche, Video und Beamer und Büchertauschbibliothek, und ein festes Zelt. Sobald das Wetter gut ist, sitzen alle am liebsten an den Holztischen und Bänken, die in einem kleinen „Garten“ verteilt stehen. Vor Corona gab es auch einen Filmabend, den der russische Regattensegler Roman veranstaltete. Hoffentlich wird es bald wieder aufgenommen, genauso wie der Flohmarkt in der Marina, der dank Corona verboten ist.

Super saubere separate Duschen mit heißem Wasser (nur das Ausziehen ist in der Kälte eine Qual) haben uns seit über einem Jahr gefehlt – jetzt haben wir sie. In regelmäßigen Abständen wird alles desinfiziert. Gegen Ungeziefer oder Corona? Ein wenig schade, aber durchaus verständlich, ist die fehlende eigene Waschmaschine. Das heißt, in der Marina gibt es einen Waschservice für wenig Geld. Die Wäsche kommt am nächsten Tag sauber und zusammengelegt vors Boot geliefert. Die Waschfrau ist sehr nett und benutzt auch nach Wunsch das Lieblingswaschmittel. Nun hätte ich meine Unterwäsche und das eine oder andere Stück lieber selbst gewaschen. Andererseits wären frei zugängige Waschmaschinen sicherlich ständig besetzt bei so viel bewohnten Booten wie es sie hier gibt.

Setur Marina Finike ist offizieller Stützpunkt von „TransOcean“ und wird von unserem Agenten Samet geleitet.

Oberhalb der Marina gibt es einen gut sortierten (es gibt auch Bio-Produkte!), großen „Migros“-Supermarkt und weiter fußläufig Metzger und Bäcker. Auch eine gute Schneiderin. Am Mittwoch gibt es in einer riesigen überdachten Halle einen Wochenmarkt mit Gemüse, Obst, Käse, Milch, Oliven, Fisch und anderen Leckereien zu sehr guten Preisen. Fast alles kommt direkt aus den Feldern nebenan. Zum Markt braucht man circa 15 bis 20 Minuten je nach Gangart und gewählter Strecke. Strandpromenade zum Joggen und Spazieren, sowie Molenpromenade (vor Corona mit kleinen Cafés und Souvenirgeschäften) und ein kleiner Fischer(rei)hafen grenzen direkt an die Marina.

Gepflegte aber nicht zu Tode gepflegte Marina mit direktem Anschluss an Finike-Städtchen. Atemberaubende Ausblicke auf raue Berge mit Schneehauben.

Ein ganz großer Pluspunkt für Finike Marina ist aus unserer Sicht die offensichtliche Tierfreundlichkeit des Managements und der Mitarbeiter. Hier gibt es nicht nur frei laufende Hühner samt beachtlichem Hahn, die obligatorischen Katzen, sondern vor allem auch Hunde. Und zwar nicht so traurige abgemagerte Geschöpfe wie in Indien, die man mit Feuerwerkkrachern zu vertreiben suchte. Die hiesigen Hunde werden durch viele Segler und eine Tierschutzorganisation versorgt. Sie sehen dementsprechend recht proper aus. Keiner vertreibt sie, keiner beschwert sich über die freundlichen Tiere noch über das Futtern der Hunde. Auch hierbei ist Marita seit vielen Jahren mit anderen Seglern und in Finike lebenden Ausländern und Türken zusammen engagiert, dass es den Hunden besser geht. Sie sammelt Spenden und Tierfutter, mittlerweile hat der Bürgermeister Häuschen für Hunde und Katzen an bestimmten Stellen in der Stadt (z.B. der Strandpromenade) aufstellen lassen, damit sich die Tiere beim schlechten Wetter flüchten können. Vandalismus haben wir noch nicht gehen. Allerdings auch keine Tiere darin. Sehr sinnvoll sind hingegen die überall stehenden überdachten Futterstellen. Professionell werden hier zwei Näpfe für Futter (auch Abfälle von Mahlzeiten) und Wasser unter einem Dach aufgestellt. Wir haben sie auf unseren Spaziergängen häufig gefüllt gesehen. Während Katzen schon immer „Liebhaber“ fanden, die sie versorgten, gelten Hunde im Islam als unrein und sind somit die Paria unter den Tieren. Viel Leid erwächst aus so einer religiösen Bestimmung… Umso erstaunter sind wir, was sich innerhalb der letzten 10 Jahre diesbezüglich in der Türkei geändert hat. Auf dem Land mag es noch anders sein, aber hier in Finike werden die Hunde nicht mit Steinen traktiert. Ganz im Gegenteil sehen wir immer mehr Menschen mit Hunden, einige der türkischen Segler haben einen kleinen Kuschelhund an Bord. Vor allem gibt es auch keinen Aufstand, wenn ein Hund auf der Terrasse im Restaurant liegt oder sich sogar auf dem überdachten Markt verirrt. Auf der Promenade spazieren zig Hunde, ohne dass Mütter ihre Kinder panisch auf den Arm nehmen. Einige der Streuner haben einen gelben oder orangen, zugegeben recht hässlichen Klipp im Ohr. Diese sind bereits kastriert. Hunde scheinen in Finike einfach zum Leben dazuzugehören. Dafür gibt es für Finike und Finike Marina einen ganz dicken „+++“.

Nico spielt asozial, am liebsten alleine. Hier auf der großen Mole hinter der Marina.

Super tolle Freunde in der Setur Marina, die ohne chice Bekleidung auskommen müssen.

Infos, die Segler interessieren

Während die Marina in Alanya Segler nur mit negativen PCR aufnahm, ist dank der Hilfe von Samet Gölgeci, der sowohl Agent als auch Trans-Ocean-Stützpunktleiter ist, eine Einreise nach Finike möglich. Alle folgenden Angaben sind ohne Gewähr und temporär zu verstehen (Jan. 2021).

Sehr Sinnvoll

Ein guter Agent, der Wunder bewirken kann und alles entspannter macht.

Quarantäne etc.

Setur Marina in Finike hat eine gute Quarantänepier, an dem sonst die großen Jachten und Gulets lagen (liegen). Der Agent besorgt und regelt a l l e Formalitäten und zahlt Gebühren im Voraus. Erforderlich war nur eine Woche Quarantäne. Man wird mit allem, was man möchte versorgt. Wer einen Hund hat, darf auf dem Kai Gassi gehen. Am sechsten Tag ein PCR-Test. Samet kümmert sich um alles und gibt auch die Ergebnisse des Tests weiter. Der Test wird vor Ort, auf dem Schiff oder davor, gemacht.

Marinaausstattung

Wäscheservice vor Ort in der Marina. Es wird Vorort gewaschen, getrocknet, zusammengelegt und angeliefert. Polizeistation, kleiner Supermarkt, kleiner Bootsausstatter (auch Secondhand), voll ausgerüsteter Aufenthaltsraum mit Bibliothek und DVD-Player, Aufenthalts-/Festzelt (klein), Außenbereich mit Baum, Rasen und Tischen sowie Grill, Restaurants mit Außenbereichen (einfach), Café, Suppen-Bistro, Autovermieter und Reiseleiter, Barbier (kein Friseur meine Damen), großzügige sehr saubere Duschen.

Die Marina verfügt nur über feste Stege, die aber in einem optisch sehr guten Zustand sind.

Stellplatz für kleine und sehr große Boote ist sehr sauber!

Service

Sehr freundliches, kompetentes Management und Mitarbeiter, die ständig freundlich grüßen und hilfsbereit sind.

Hunde/Tiere

Alle Tiere sind herzlich willkommen, sowohl beim Personal als auch bei (fast) allen Seglern. Bei einer direkten Einreise aus dem Ausland wurden bei unserem Hund keine Papiere geprüft, erforderlich ist sowieso „nur“ ein Impfpass mit aktueller Tollwutimpfung oder adäquatem Titer. Wir hatten alles dabei und zusätzlich auch ein Gesundheitszeugnis von einem Veterinär in Indien.

Preise

Agent: 150,- Euro insgesamt. Darin sind Hafengebühr etc. mitenthalten.
PCR-Test: umsonst. Liegeplatz: Ein 12-Meter Boot kostet pro Tag 21,- Euro (das Boot wird ausgemessen). Trans-Ocean-Mitglieder bekommen 10 % Rabatt. Wer länger bleiben möchte, bekommt sehr gute Preisnachlässe. Unschlagbar ist der 1-Jahr-Vertrag. Damit zahlen wir 220,- Euro monatlich, inklusive Strom und Wasser. Im Vertrag inbegriffen ist jeweils ein Monat frei in jeder Setur-Marina, die in allen (touristisch) wichtigen türkischen Hafenstädten zu finden sind. Insgesamt gibt es bisher 10 Marinas, wovon eine am Schwarzen Meer und eine in Griechenland liegt. Der PCR-Test ist umsonst.

Visum

EU-Bürger, ich kann nur für Deutsche mit Sicherheit sagen, bekommen bei Ankunft ein Touristenvisum (Stempel im Pass) für drei Monate. Wer in der Türkei beispielsweise überwintern, oder einfach die überaus lange Küste in Ruhe genießen möchte, dem sei das Ikamet, ein Jahresvisum, empfohlen. Die Beschaffung ist verhältnismäßig unproblematisch und nicht teuer, haben uns viele bestätigt. Beantragen kann man es auch online. Dennoch, die letztliche Ausführung macht man besser mithilfe eines guten Agenten (s.o.), der einem Zeit und am Ende dann auch Geld erspart.

Quarantärepier mit Happy End.

2 Antworten

  1. Hans

    Meine Lieben! Es freut mich, dass Ihr nun fast schon wieder zu Hause seit. Auch wenn es gleichzeitig traurig ist, dass ihr nun fast schon wieder zu Hause seit. Aber segeln in Covid – Zeiten ist ja wirklich eher unschön – deshalb warten wir unsererseits bis wir hoffentlich schon bald mal geimpft werden. Und so die Weltmeer wieder offen sind… Herzlichst. Hans

  2. Dietmar Henke

    Hi Nico,
    Deine Herrin hat wieder einmal einen tollen Blog geschrieben. Es ist spannend von Deinen Abenteuern zu lesen. Vermisst Du Deine indischen Freunde ein wenig? Passen Dir Deine Jacken noch?
    Liebe Grüße aus Holland auch an Deine Untertanen und lass Dir die türkischen Hundekuchen schmecken!
    Dietmar

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