Mein Lieblingsplatz: Knysna Yacht Club

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In Knysna ist es uns ergangen wie in Kapstadt. Wir hatten ein paar Wochen eingeplant, aus denen dann schnell vier Monate geworden sind. In Knysna lässt es sich aushalten. Und einer der freundlichsten Orte für Segler ist der Knysna Yacht Club. Knysna befindet sich geschützt in einem der schönsten Naturhäfen Südafrikas. Die Lagune liegt in der Region Westkap an der sogenannten Garden Route. Als Autofahrer folgt man von Kapstadt einfach der N2 und landet automatisch in dem sympathischen Ort. Als Segler heißt es, die tückische Einfahrt in die Lagune meistern zu müssen. Diese wird durch die Heads an Backbord und Steuerbord gerahmt. In dem schmalen Fahrwasser gibt es Untiefen und die Steilwände der Heads sind nur einen Steinwurf entfernt. Hinzu kommt eine starke Strömung, die bei Ebbe und Flut die Lagune füllt und wieder leert. Und selbst bei Hochwasser kommt man nur rein, wenn draußen auf dem Indischen Ozean der Seegang unter zwei Meter liegt. Hat man es aber einmal geschafft und biegt hinter den Heads nach links ab, öffnet sich die Lagune wie ein Bergsee. Hier heißt es nur noch, mittig im Fahrwasser zu bleiben, um die Sandbänke und Flachs zu meiden. Unseren ersten Anlauf mussten wir aufgrund von mehr als drei Meter Schwell in Mossel Bay unterbrechen. Am besten, man ruft von unterwegs die örtliche Seenotrettungsstation des NSRI an, und fragt, ob die Heads passierbar sind oder nicht. Die Leute haben Erfahrung und man sollte darauf hören. Während unseres Aufenthalts in Knysna gab es eine Kenterung in den Brechern mit elf Touristen an Bord. Glücklicherweise ist nichts passiert. Alle Passagiere und das Boot konnten geborgen werden.

Ein Besuch des Knysna Yacht Clubs sollte kein Segler auf der Strecke zwischen Kapstadt und Durban auslassen. Hier wird man freundlich empfangen und es herrscht eine entspannte Atmosphäre. Im Clubrestaurant gibt es preiswert Frühstück und Lunch und in der Hausbar lassen sich gesellige Abende verbringen.

Schon am zweiten Tag nach unserer Ankunft nehmen wir Chulugi aus dem Wasser. Das letzte Mal war sie in Buenos Aires, im Club Barlovento an Land. Das ist schon wieder eineinhalb Jahre her und deshalb dringend nötig. Roger und seine Jungs leisten beste Arbeit. Wir sind zufrieden. Während den Arbeiten wohnen wir bei Mark und Liz, die oberhalb von Knysna, in Paradise, mehrere Apartments vermieten. Wir haben Mark und Liz bereits in Kapstadt kennen gelernt. Sie sind uns eine große Hilfe und gute Freunde geworden. Nico hat sich sogar mit den beiden Hunden arrangiert – Roxy ist eine feiste aber gemütliche Pitbull-Dame und Charly ein kleiner Schnauzer. Das ganze klappt so gut, dass wir Nico ein paar Tage bei ihnen lassen können, um nach über drei Jahren unsere Familien in Deutschland zu besuchen. An dieser Stelle möchten wir noch einmal unseren herzlichsten Dank an Mark und Liz aussprechen. Wir hatten eine schöne Zeit in Knysna. Leider tickt die Visa-Uhr erneut und wir müssen diesen wunderbaren Ort verlassen und uns auf den Weg nach Norden machen. Die nächsten Stationen sind East London, Durban und Richards Bay. Von dort geht es nach Mozambique und Tanzania (Sansibar). Dort wollen wir die Cyclon Season abwarten und dann im April nach Mayotte und Madagaskar (Nosy Be). Von Madagaskar geht es dann mit dem Südwest Monsun über die Seychellen nach Sri Lanka. Das ist der Plan für die nächsten Monate. Guter Plan. Mal sehen, was so alles passiert.

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Gleich wird es spannend: Chulugi bei der Annäherung an die tückischen Heads.

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Geschafft: Ist man erst einmal in der Lagune, wird alles gut. Blick auf die Knysna Waterfront (Bildmitte) und Thesen Island (rechts daneben).

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Die kleine Lücke zwischen den Bergen hinter dem Nebel, rechts von der Bildmitte – das sind die Heads.

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Hat man sich dem Fahrwasser entlang gehangelt, erreicht man endlich den Knysna Yacht Club KYC mit der Waterfront und der Marina.

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An kalten Wintertagen (ja, die gibt es in Südafrika), wärmt ein kleiner Holzofen die Clubbar.

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Die Clubbar. Hier habe ich mein Büro eingerichtet und am Abend den Sundowner genossen…

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…während vor dem Fenster die Touristenboote vorbeischaukeln.

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Mein Büro. Gemütlich. Gesellig. Vormittags mit Kaffee und abends mit gutem Wein und Bier versorgt.

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Gleich neben dem Club befindet sich die Marina.

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Arbeit: Chulugi auf dem Trocken Dock. Besuch von Yassine, der von Marokko aus mit dem Fahrrad gekommen ist.

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Stilecht: Arbeitshandschuhe Typ Heimathafen.

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Lunchtime.

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Fertig.

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Blick über die Lagune und die Heads von Paradise aus.

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Ein schönes Paar: Nico und Roxy.

  1. Mark Beard

    It was awesome meeting up with you again and we had a great time. It was a pleasure looking after Captain Nico and we and Roxy are missing him. Charlie not so much. Fat Beagle not at all.
    Wishing you a safe passage. Harmony is waiting for you in Richards Bay.

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