Ilha das Peças und Ilha do Mel

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I Ilha das Peças
Es geht beschaulich zu auf der Ilha das Peças. Keine Autos, keine Motorräder, keine befestigten Straßen. Dafür kilometerlange Sandstrände, Mangroven und eine Fischer- und Wochenendkolonie auf einem Sandzipfel zwischen der der Baía das Laranjeiras und dem Rio das Peças. Wir tasten uns einige Meter in die Flussmündung hinein. Einige Fischerboote und kleinere Ausflugsboote sind dort vor einer Holzpier vermoort. Die Wassertiefen fallen schnell auf drei bis vier Meter bei Hochwasser. Man liegt dort, trotz des heftigen Tidenstroms, gut geschützt gegen fast alle Windrichtungen.
Am Strand stehen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang die Fischer mit ihren Wurfnetzen. Die meisten Leute sind gesprächig. Vor allem die Älteren scheinen ein hohes Mitteilungsbedürfnis zu haben und erzählen, wieviele Boote sie haben, ob sie fischen gehen oder Touristen durch die Mangrovenlandschaft und zu den Stränden der Ilha do Mel fahren, dass sie und ihre Insel alles sind, was sie brauchen und sich nicht für Politik interessieren. Nur der Sohn einer der Fischer hat vor seinem Restaurant ein blasses Wahlplakat für die Regionalwahlen ausgehangen. Es ist ein Geschenk, wenn morgens die Sonne aufgeht und abends wieder unter, und in der Zwischenzeit ein paar Fische im Netz zappeln.
Am Strand stehen, das Wurfnetz bereit halten, die Delfine im Fluss beobachten und da, wo die Delfine sind, sind auch die Fische. Ein paar Meter den Strand hinauf und wieder hinabgehen und vielleicht zwischendurch einmal das Netz werfen. Manche stehen auch einfach nur stundenlang mit dem Netz in der Hand da und schauen aufs Wasser und in den Sonnenuntergang. Das ist die Ilha das Peças.
Nicos Fischgeschäft.
Beschäftigung von 6 bis 6. Fischen.
Schon wieder ein Tag rum.
Hier wird recycled, erneuert, wiederbenutzt. Wirf keinen Müll weg, sondern säe Samen.
Reihe nicht die Tage aneinander, sondern fülle die Tage mit deinem Leben. Und immer wieder: Wirf keinen Müll auf den Boden!
Unermüdliche Mahnungen.
Ankern im Fluss.
Kilometerlange Strände: Wieder ein guter Tag im Hundeleben.
II Ilha do Mel
Die Ilha do Mel, die Honiginsel, ist die eigentliche Touristenattraktion der gesamten Region. Sie wurde unter Schutz gestellt und 1992 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Wir unternehmen einen Tagesausflug an die Ostseite der Insel. Mit dem abfließenden Wasser passieren wir eine Radiostation des Militärs am Nordostzipfel und kurze Zeit später das alte portugiesische Fortalezza de Nossa Senhora dos Prazeres von 1767.
Das alte portugiesische Fortalezza de Nossa Senhora dos Prazeres.
Der Ankerplatz unterhalb des Leuchtturms…
…sieht ruhiger aus als er ist. Die atlantische Dünung läuft um den östlichen Zipfel der Insel herum und steht somit quer zum Südwind. Das bedeutet unangenehmes Schaukeln. Trotzdem verläuft das Anlanden problemlos und Nico kann ungestört toben (und keinen Unsinn anstellen). Sand und Dünen, Dünen und Sand.
Nico hat doch etwas spannendes gefunden.
Vom Hügel des Leuchtturms aus hat man einen freien Blick über die Ilha…
…und die dahinter liegende Mangrovenlandschaft. Man sieht den nur zwanzig Meter schmalen Isthmus, der die beiden Teile der Ilha verbindet. Die Gezeiten nagen unermüdlich daran. 1980 soll die Stelle noch 130 Meter breit gewesen sein.
Die Atlantikstrände Praia de Fora (der äußere) und die Praia Grande im Hintergrund.
Der Leuchtturm…
…wurde 1970 größtenteils in Glasgow gefertigt und nach Brasilien gebracht. Noch heute weist er den Schiffen den Weg, mit weißem Blitzfeuer alle 10 Sekunden, sichtbar auf 25 Seemeilen.
Blick vom Leuchtturm zum Isthmus und dem Ankerplatz.
Panoramablick.