Dies und Das aus Gambia – ein Nachtrag nicht nur für Kunsthistoriker

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Wie ist Gambia mit kunsthistorischen Augen betrachtet? Um es kurz zu machen: KunsthistorikerInnen können sich hier entspannt zurücklehnen. Keine Hetzte von einem Kunstdenkmal zum nächsten, keine sehenswerten Kirchen, keine Alten, keine Neuen Meister (frei nach Thomas Bernhard), keine modernen Stararchitekten, die hier eine Bibliothek, Museum, Flughafen etc. gebaut hätten. Die wenigen kolonialen Gebäude, die nicht abgerissen oder einfach zerbröselt sind, muss man mit der Kerze suchen, oder einen wirklich kundigen Führer an der Hand haben. Dafür waren wir in Banjul nicht lang genug, um bspw. das einzige dortige Museum oder die ältere Kirche und die Moschee zu besuchen. Es war mir, um ganz ehrlich zu sein, häufig einfach zu heiß und zu anstrengend in meiner ersten afrikanischen Stadt, jetzt wäre ich wahrscheinlich gelassener. Und in den Orten, die sich an der Atlantikküste reihen, waren wir gar nicht. Dort soll es noch das eine oder andere – zwei Friedhöfe beispielsweise – geben, die von einem gewissen kunsthistorischen Wert sein könnten.

Von den prähistorischen Megalithsteinen – einer echten historischen Sehenswürdigkeit und zurecht auf der Weltkulturerbeliste – habe ich bereits berichtet.

Überraschenderweise für mich war Cees Nooteboom – der moderne reisende Literat – zwar in Gambia, hat aber noch weniger gesehen als wir. Darüber hat er ein Kapitel in seinem Buch “Reisen in Afrika”, das wir selbstverständlich an Bord haben, verfasst, bei dem es vor allem um nächtliche Impressionen aus einem Banjul geht, das es wahrscheinlich nicht mehr gibt und das es vor allem nur für Männer gab (welche Frau konnte auch schon nachts sich in das Gewusel der Seitengassen wagen). Ansonsten ist Herr Nooteboom auf einem alten Touristenkahn den Fluß hochgefahren und mit dem Jeep wieder zurück zum Flieger. Ende der Reise.

Die ersten Weißen in Gambia waren portugiesische Siedler und Händler – Kolonialherren waren sie hier nie. Sie kamen mit dem ‘Entdecker’ Gómez um 1445 hierher und bauten die erste Kapelle jenseits der Sahara, geschätzte Zeit: spätes 15./frühes 16. Jh. Sie nannten die erste Siedlung San Domingo, die ca. einen Kilometer von dem heutigen Albreda und dem Ufer des Gambia Rivers liegt. Von langer Dauer war der Handel und die Christianisierung nicht, denn die Missionierung konkurrierte mit der bereits eingesetzten Islamisierung. Ob die erste christliche Kapelle in Westafrika in San Domingo, oder direkt an den Ufern des heutigen Albreda stand, ist meiner Ansicht nach nicht geklärt. 

Die Portugiesen hatten ein auf Handel begründetes freundschaftliches Verhältnis zu den mächtigen Stämmen und Stammesfürsten am Gambia-Fluß aufgebaut, das erst wesentlich später bröckelte und sich in den Konkurrenzkämpfen mit den Franzosen zerrieb. Und so gehört es zu den Ammenmärchen und Halbwahrheiten über den Handel der Weißen mit den Stämmen, wenn es heißt, die Portugiesen hätten nach Stich und Faden die Einheimischen ausgenutzt und übervorteilt. Denn die Stammesfürsten haben schnell gemerkt, was wertvoll und was Plunder war. Sie betrieben schließlich auch Handel mit muslimischen Völkern aus Nordafrika. Die Portugiesen begannen den Handel “mit den Gambiern um 1456 zu betreiben. Sie brachten Kleider, Perlen, Spiegel und alkoholische Getränke zum Verkauf mit. Sie tauschten diese gegen Goldstaub, Häute/Fälle, Elfenbein und Sklaven. Sie bauten Handelsstationen/Handelshäuser entlang des Gambia Flusses und auf den Bänken des Bintang Creeks.” (Original auf englisch, guter, sehr kurzer Überblick über die Historie des Landes, nachzulesen hier.) Ich muss unbedingt ergänzen: Die Portugiesen handelten mit besonderen Stoffen, die sie in Cabo Verde (Kapverden) von Sklaven aus Afrika herstellen ließen! (Sie unseren Artikel zu diesem Thema.)

Trotz der kritischen Stimmen in unserem englischen Reiseführer wollten wir dieses historische Gebäude sehen. So fuhren wir auf unserem Rückweg nach Banjul doch noch zu jenem berüchtigten Ort am Fluß, der  von ahnungslosen oder sehr kolonialgeschichtlich versierten Touristen angefahren wird (vorwiegend Engländer, was auf der Hand liegt). Ich spreche von Albreda

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Beinahe “karibisch” mutet die Landschaft um den Ort an: weißer Strand, Palmen, Mangroven. Doch der warnende Reiseführer behielt recht. Wenn es diese Kapelle an der Stelle gegeben haben soll, so sind die Mauerreste heute nicht mehr die Relikte des Bauwerks von damals. Ich bin keine Expertin in Architektur, weiß nicht, wie man einen Baustoff datieren soll, den man noch vereinzelt bis heute in gleicher Weise verwendet (behauener Letaritstein und Lehmbacksteine), doch überzeugt mich der Baustil einer Kapelle, die im Kern zumindest auf das  frühe 16. Jh. zurückgehen soll, nicht. Hätten die Portugiesen einen solchen Kasten gebaut statt einer klassischen Kapelle mit einer Konche (halbrunder Abschluß im Osten des Baus)? Keine Pfeiler, keine Säulen? Vielleicht nicht. Hätten sie aber eine rechteckige, längliche Fensteröffnung im Osten, d. h. über dem Altar angebracht? Die rhythmische Art der Steinlagen hat zwar stellenweise etwas ‘archaisch-ästhetisches’ an sich, doch vermag ich nicht beurteilen, ob das gut datierbar ist und auf das 15. oder 16. Jh. verweist.

Ich bleibe skeptisch und muss mich wundern über die Kommission der UNESCO, die diese stehenden Wände, welche man erst 2000 ‘renovierte’ oder ‘restaurierte’, auf spätes 15. Jh. datiert und als Originalreste auf die Liste des Weltkulturerbes setzt. Damit datiert sie diese Ruine in die erste Zeit der sogenannten Entdeckung des Gambia-Flusses durch Diego Gómez, der 1445-48 den Fluß als erster Weißer über 400 sm nach Osten befahren hat und in Folge einige Handelskolonien gründete.

Um genauer zu sein handelt es sich bei der UNESCO-Nominierung um ein Konglomerat aus sechs Objekten an drei verschiedenen Orten in Gambia, die als bedeutsame Baurelikte für die Welt von Bedeutung sein sollen und unter dem Eintrag “James Island and Related Sites” zu finden sind: 1) Albreda und Juffure 2) James Island 3) Megalithische Steinkreise von Senegambia.

Obwohl ich nicht viel erwartet habe, war das wenige dann doch sehr enttäuschend. Tatsächlich können die Mauerreste irgendwelche Reste sein, die eines gewöhnlichen Hauses oder eines Lagerhauses. Statt einer katholischen Kapelle des 16. oder gar des 15. Jh.s denke ich bei deren scheunenartigen Ökonomie bestenfalls an ein protestantisches oder anglikanisches Gotteshaus. Das eiserne Kreuz auf dem First ist eine moderne Zugabe!

Viel wahrscheinlicher ist es, dass es sich bei diesem Haus um Reste eines Wohnhauses handelt, so wie ihn die französischen Händler “im portugiesischen Stile”, womit schlichte quadratische Grundrisse gemeint waren, bauten. Beispiele davon gibt es an einigen anderen Stellen, die deutliche Ähnlichkeiten aufweisen. Darüber hinaus meine ich, dass die Beschreibung der ersten Kapelle der Portugiesen  auf eine andere geografische Lokation hindeutet, die als das erwähnte San Domingo bekannt ist. Dort finden sich Ruinen aus dem 15. oder 16. Jh. eines Wohnhauses, einer Kirche und eines Friedhofs. Dieser Ort gilt als die erste Niederlassung der Portugiesen in Gambia und die erste Siedlung von Europäern südlich der Sahara. Leider haben wir diesen, etwa einen Kilometer vom Flußufer entfernten Ort nicht besucht. Einen Eindruck kann man sich jedoch anhand der Fotos im Internet verschaffen. 

Zitat:

“In der Folgezeit ließen sich portugiesische Priester – die ersten begleiteten Gómez – auf Wunsch von Mansa in Nuimi nieder und brachten erstmals das Christentum nach Gambia. Mansa hatte das Interesse am Christentum aber inzwischen wieder verloren. In der Nähe vom Ort Albreda bauten sie dazu eine Kapelle und nannten den Ort San Domingo. Da der Islam auch schon in Gambia Fuß gefasst hatte, konnten sich die Missionare in dieser Region nie erfolgreich durchsetzten“ (für den gesamten Eintrag siehe hier).

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Mangelt Albreda an kunsthistorischen bedeutenden Bauwerken, so hat der Ort Kinder im Überfluss. Ich muss zugeben, ziemlich aufdringliche, durch Nico aber auf Abstand gehalten. Marcel, der, wie ich bereits an anderer Stelle angemerkt habe, eine regelrechte Kinderphobie in Gambia entwickelt hat, wollte sofort umkehren. Viel haben wir an diesem historischen Ort dementsprechend nicht sehen können, aber wenigstens einen Einblick bekommen.

Tatsächlich ist Albreda ein Ort, an dem viele alte Ruinen – oder sollte ich besser sagen “Reste”? – an die ehemalige historische Bedeutung des Ortes verweisen. Aber auch das hübsche große Haus mit dem Arkadengang ist kein Original mehr, obwohl auch dieses auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste steht. Es handelt sich dabei um das ehemalige Kontorhaus aus der Zeit der französischen Handelsniederlassung (kurz nach den Portugiesen). Es ist aus den spärlichen Resten, die die Zerstörung und Mißachtung überlebt haben,  im Jahr 2003 wieder neu errichtet worden.

Wenn ich die unklaren historisch-lokalen Zuweisungen einigermaßen richtig verstehe, dann war das heutige Albreda vor allem die erste französische Handelsenklave am Fluß, wohingegen das heutige Juffure, das im 15. Jh. San Domingo hieß, die erste portugiesische Siedlung, damit gleichzeitig auch die erste Siedlung der Europäer überhaupt, darstellt. Die unter UNESCO Denkmalschutz stehenden französischen Handelshäuser direkt am Flußufer (siehe nachfolgendes Bild) sind Rekonstruktionen. 

Wie überall in den ehemaligen Kolonien – ob in Südamerika oder in Afrika – so auch hier in Gambia gibt es kein historisches Verständnis oder Interesse am Erhalt dieser steingewordenen Geschichte des Landes und der Kultur. Letztendlich gilt das Desinteresse leider jeder historischen Phase des Landes, man muss hierfür nicht erst die Handelsgeschichte oder die wahrscheinlich verhasste Kolonialgeschichte nehmen. Auch die ureigene Megalithkultur, die mündliche Stammesgeschichte oder die Heiligen Orte (zumeist Bäume oder Quellen) werden keinesfalls gepflegt. Es fehlt offenbar das Verständnis für die “Materie”, die, um für die nachfolgenden Generationen erhalten zu bleiben, einer Konservierung und Pflege bedarf – nicht nur einer kurzen Hervorhebung auf einer touristischen Sightseeingkarte.

A propos, für diejenigen, die eine Reise nach Gambia planen, könnte diese Seite interessant sein (auf englisch). Dabei handelt es sich um das National Center For Art and Cultur, das offenbar auch einige Broschuren herausgibt (die wir leider nicht hatten!).

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Ein “Geheimtipp”

Zum Abschluss dieser erholsam kurzen kunsthistorischen Tour möchte ich doch noch eine historische und, ja doch auch, kunsthistorische Sehenswürdigkeit präsentieren, die seltsamerweise in den Reiseführern sehr selten erwähnt wird, allerdings muss man hierfür gut 300 sm flussaufwärts fahren bis man den Flußvorort von Kuntaur erreicht. Meine Recherche im Internet brachte sehr wenig an Hintergrundinformationen über das Gebäude zu Tage, und das Wenige war widersprüchlich oder schlicht falsch. 

Und was sagt eine studierte Kunsthistorikerin dazu? Schwierig. Wieso das?, mag man sich fragen, Kunstgeschichte studiert und dann wofür? Nun, tatsächlich lernt man im Studium der Kunstgeschichte nicht die Bestimmung von Steinen und auch nicht die Datierung von einfachen Profanbauten aus Westafrika. Selbstverständlich könnte ich ein (sakrales insbesondere) Bauwerk des 8. Jh.s von einem aus dem 13. Jh. in Europa unterscheiden, doch wie bauten Seemänner, Fischer, Bauern und sonstige Menschen der “unteren Klassen” des 16. Jh.s, die an die Ufer des Gambia gespült wurden? Um etwas kunsthistorisch bestimmen zu können, braucht man notwendigerweise zu aller erst Vergleichsbeispiele, im besten Fall in großer Anzahl, deren Datierung einigermaßen gut gesichert ist. Dazu sollten sich Erfahrungswerte, auch diese am besten reichlich, gesellen. Als abendländische Kunsthistorikerin verfüge ich über beides in bezug auf die Bauten in Gambia nicht. Doch worüber ich verfüge, sind Erfahrungswerte in bezug auf Unwahrscheinliches und nicht Stimmiges. So beispielsweise in dem Fall der großen Mauer mit dem modernen Eisenkreuz in Albreda, die die UNESCO großzügig auf das 16. Jh. datiert.

In dem Ort Kuntaur sieht man direkt am Fluß gelegen zunächst große moderne Hallen, blickt man aufmerksam dahinter flußaufwärts so entdeckt man auch eine imposante Ruine. Es handelt sich hierbei um die – zumindest im Kern – älteste noch erhaltene portugiesische Handelsniederlassung aus dem 16., möglicherweise frühen 17. Jh. Portugiesisch ist sie, nicht französisch wie einige falsche Einträge im Internet behaupten! Einmalig ist das Gebäude nicht zuletzt wegen seiner Größe. Im hochherrschaftlichen Stil gebaut, sicherlich immer wieder etwas modifiziert, daher kaum mehr Original aus dem 16/17. Jh., läßt die Ruine die Schlußfolgerung über die ehemalige Bedeutung dieser Anlage zu. Vielleicht wäre hier noch mehr zu entdecken, dort wo jetzt die Hallen sich erstrecken, oder wo das sonnenverbrannte Gras wächst, hätte man rechtzeitig archäologische Grabungen vorgenommen.

Das nachfolgende Bild zeigt, was davon im Jahr 2016 übrig geblieben ist. Im Internet belegen Fotos von Seglern gemacht, dass die Anlage im Jahr 2012 wesentlich besser erhalten war. In unserem Jahr sind von den umgehenden Arkaden nur wenige Teile und von der oberen Etage kaum etwas vorhanden. Soviel ich weiß, steht diese Ruine nicht auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste, was mich sehr verwundert, sammelte doch die UNESCO sogar so zweifelhafte Ruinenreste wie jene Pseudo-Kapelle in  Albreda. Um so überraschender ist diese Lücke in der Liste.

Es ist unschwer zu erraten, dass diese traurigen Reste der alten Handelsniederlassung bald in Gänze in die rote Erde der Umgebung eingehen werden. Die modernen Hallen aus Wellblech und Zement verschlucken die ursprüngliche Landschaft und ersetzen die ehemals weitverbreiteten Erdnussanbaugebiete und ihre Silos. Peanuts loht nicht mehr. Europa bekommt sie woanders noch billiger. Man setzt nun auf Reis, und die Hallen wurden zu “Reis-Mühlen” umfunktioniert. Reisfelder vernichten zwar ganze Landstriche und verseuchen sie mit Mücken und Tsetsefliegen für das ganze Jahr, produzieren aber eben billigen Reis – für Europa und Afrika. Für wie lange? Wer wird den Reis demnächst noch billiger produzieren können?

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Banjul und Janjanbureh waren die größten britischen kolonialen Orte, die bis zur Unabhängigkeitserklärung von The Gambia in den 1960er Jahren Barthurs und Georgetown hießen (und auf dem britischen Kartenmaterial immer noch so heißen). Wir haben sie besucht und uns angesichts des wenigen noch Vorhandenen gefragt, was die Briten eigentlich all die Hunderte von Jahren in Gambia getrieben haben. Keine Schulen, – erste Schule für die “Elite” des Landes (spricht wenige Schwarze) wurde in Janjanbureh Ende des 20. Jh.s eingerichtet –,  keine oder kaum Krankenhäuser, keine befestigten Straßen, keine Straßenbeleuchtung (abgesehen von einzelnen Petroleumlaternen), keine Müllbeseitigung, offene Abwasserkanäle in den Städten und gar keine in den Dörfern.

Unser englischsprachiger Reiseführer in Buchform gibt an, in Banjul seien noch zwei oder drei Häuser aus der Kolonialzeit – ein altes Holzhaus beispielsweise (eine Ruine) – zu entdecken und eine alte, ehemals petroleumbetriebene Straßenlaterne (nun Schrott) zu finden. Die notdürftig mit Zementplatten abgedeckte, eigentlich jedoch offene und vor allem nun auch vermüllte Abwasserrinnen sind nun wieder offen. Na großartig.

Shame on you Greatbritten.

But, on the other hand:

Allerdings, man sollte auch erwähnen, dass Gambia während sie der Englischen Krone unterstand, sich nicht in diesem desolaten Zustand der Auflösung und Vermüllung befand wie jetzt, was nicht zuletzt auch an der in Gambia angekommenen Wegwerfgesellschaft und ihren gefährlichen Verpackung, Werkstoffen und Gebrauchsgegenständen aus Plastik und Styropor.

Vereinzelt wird das Problem nicht nur verstanden sonder auch angegangen, bspw. bestimmte die Regierung, dass keine Plastiktüten ausgegeben werden durften. Sie resycelte Taschen aus einem Stoffgemisch, die man für wenig Geld auf den Märkten bekam. Diese ambitionierte Touristik-Seite „The Litter Problem“ benennt das Problem sehr deutlich; sie richtet sich jedoch nicht an die Mehrzahl der Bevölkerung. Dennoch, „vorbildlich“.

Auch hatte Großbritannien nicht mit der rapide anwachsenden Bevölkerung klarzukommen, die The Gambia aktuell weder ernähren noch ihr entsprechende Arbeit geben kann. Die Engländer konnten schließlich The Gambia immer wieder an Absatzmärkte anbinden und so wenigstens eine Grundbeschäftigung und Grundeinkommen sichern. Auch gab es noch etwas zu verkaufen, was die Welt da draußen von The Gambia haben wollte. Strickte Strukturen, keine oder kaum vorhandene Korruption (verglichen mit heute) und sicherlich auch eine sogenannte “strickte Führungshand” gab dem Staat einen Halt, den er aus vielfältigen Gründen nun nicht mehr hat.

 

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Banjul Market 1970

Banjul, Markt, 1970.

Gambia Bingtang Creek 1964

Transport, Bingtang Creek, 1964. Wer sich für alte Fotografien aus Gambia interessiert, empfehle ich  folgende Seite von Facebook unter dem Titel “Gambia Historical Photography”,  aus der ich auch diese Fotos/Postkarten entliehen habe.

 

 

Auf der Suche nach historischen Fotografien von The Gambia stieß ich auf diesen wunderbaren Beitrag von Adèle Geras – einer englischen Schriftstellerin, die als Kind und Jugendliche zusammen mit ihren Eltern in Afrika, unter anderem in The Gambia lebte. Ein schöner kleiner, ich möchte sagen “frischer” Text (auf englisch), der ein subjektives Miniaturbild auf Afrika der späten 1950er und 1960er Jahre entwirft. Schön ist auch das Buch der Schriftstellerin, das auf dieser Seite beworben wird. Mit Illustrationen, die irgendwie an Nico erinnern…

 

FireShot Capture 21 - The History Girls_ AFRICA.......by Adè_ - http___the-history-girls.blogspot.

Nico?:

FireShot Capture 22 - The History Girls_ AFRICA.......by Adè_ - http___the-history-girls.blogspot.