Land in der Nase

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Am Morgen des sechsten Tages auf See kann man in der Dämmerung knapp über dem Horizont eine sanfte Erhebung erahnen. Sal – die nordöstlichste der Kapverdischen Inseln kommt in Sichtweite. Eine diffuse Wolke darüber reflektiert ein wenig Licht. – Vermutlich die Hauptstadt Espargos oder der kleine internationale Flughafen, der sonnenhungrige Touristen aus dem Norden auf diesem kargen Eiland im Atlantik empfängt, auf dem man nicht viel mehr machen kann als am Strand liegen. Windsurfen und Tauchen bietet sich noch als Alternative an. Das ist aber auch alles. Außer den alten Salinen zur Salzgewinnung gibt es auf Sal (nomen est omen) weder kulturhistorisches noch landschaftlich interessantes zu sehen.

In zu leichten Winden um zu segeln nähern wir uns unter Motor dem Nordwestkap der Insel während eine trübe Sonne über dem östlichen Horizont langsam eingeblendet wird. Dann wird es schnell heiß. Irgendwann krabbeln auch Nico und Joanna aus der Koje. Die Insel ist jetzt deutlich zu sehen, beziehungsweise zu riechen. Nico streckt und reckt sich und versucht die Gerüche aufzuschnappen, die von der Insel herüberwehen. Über UKW erreichen wir nun auch die Mari-Luise, die schon eine knappe Woche in Palmeira auf uns wartet. In gut zwei Stunden werden wir in die Bucht einlaufen.

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