Bilderstöckchen oder Geisterhäuschen? – Die Schreinbaumeister zu Mandigituba

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Wie gut, wenn man schon als Kind zu Hause gelernt hat, Zementmörtel (im Ruhrpott heißt das Speis) anzumischen. Doch wenn man mich vor unserer Abreise gefragt hätte, ob ich mir vorstellen könnte, mich unterwegs als Maurer zu zu betätigen, so hätte ich dies zweifellos verneint. Jetzt stehe ich mit Speisfass und Kelle am Strand einer kleinen Insel unweit von der Stadt São Francisco do Sul und verrühre Zement mit Wasser und Sand zu einer gleichmäßig feuchten Mischung von der Konsistenz eines Risottos.

Und das kam so: Einige Tage, bevor wir von Paraty (auch Parati oder Paratii) und der Ilha Grande weiter nach Süden segeln wollten, meinte Joanna wir müssten doch noch eine Kapelle bauen. Die Idee dazu war schon viel früher entstanden, doch die Zeit verging so schnell, meinte Joanna, und der Richtige Ort dafür musste erst einmal gefunden werden… man baut eine Danksagungskapelle nicht einfach irgendwo hin. Und der richtige Platz hierfür sei nun mal die Gegend um Paraty.

Joanna:
Unter Seefahrern waren solche Stiftungen eine häufige Praxis, die (leider) in Vergessenheit geraten ist. Denn lange Zeit war die Seefahrt, und wenn wir ehrlich sind, ist sie es eigentlich noch bis heute, ein äußerst gefährliches Unternehmen, dessen Gelingen von sehr vielen Faktoren abhängt, und der Ausgang letztendlich von höheren Mächten wie Gott, Petrus, Zeus, Neptun, den Fürsprechern, oder einfach der Fortuna abhängt. Seeleute galten und gelten vielleicht immer noch als besonders abergläubisch. Den Klabautermann sollte man nicht herausfordern, auch den Wind nicht beschimpfen oder durchs Nachahmen (pfeifen) ärgern. Man hat Glücksbringer und Beschützer oder Fürsprecher mitzuführen, die das Unglück abzuwehren helfen: Wundertätige Madonnen, Yemanjas, den richtigen heiligen Nikolaus, Galionsfiguren, aufgemalte Augen, Bugaltäre und vieles mehr. Und wenn es nicht hilft, so schadet es auch nicht. Hier verbinden sich auf wunderbar allumfassende Weise die meisten Religionen – mit Ausnahme des Protestantismus und des Kapitalismus oder Rationalismus (beide Formen von zum Teil fanatischer Gläubigkeit) – miteinander und stellen ihre gemeinsame humane Wurzel zur Schau. Ob Katholizimus, Buddismus, Hinduismus, Animismus und einige andere Glaubens-Ismen, sie alle vermitteln das Bedürfnis des Menschen nach einer überweltlichen Unterstützung, nach einem allumfassenden Zusammenhang oder einem Ganzen, an dem wir gleichwohl keine überlegenen Zuschauer sondern Teilhaber sind. Auch wenn die meisten Seefahrer und Seefahrerinnen nicht mehr im klassischen Sinne gläubig sind, so haben sie sicherlich eine spirituelle Ader – behaupte ich. Denn worum sollte man diese Art der Fortbewegung wählen, wenn nicht auch aus eben jenen Gründen einer spirituellen Erfahrung, einige nennen es Selbsterfahrung, andere Naturerfahrung und noch andere umschreiben es als Grenzerfahrungen.

Und wer von uns modernen Seefahrern hat nicht wenigstens einmal in großer Not ein Stoßgebet – welcher Form auch immer – gen Himmel oder nach Innen gekehrt (was im Grunde das gleiche ist) gesendet, mit der Bitte um Beistand, um einen guten Ausgang, um Errettung. Man versprach in einer solchen Situation so einiges Großes als Dank zu vollbringen. Ein schnödes Kerzenopfer wäre zu gering gewesen und der Größe der Dankbarkeit nicht entsprechend, außerdem kein dauerhaftes Zeichen, denn schließlich sollten auch andere diese Danksagung und Erfüllung des Gelübtes bezeugen und gleichzeitig an der Stiftung teilhaben.  Man besucht solche Kapellen und Bilderstöcke, um sich eines kleinen Wunders einer Wunscherfüllung zu vergewissern und – hat man den Sinn solcher ‚Einrichtungen‘ verstanden – selbst daran beteiligen (durch Kerzengaben bspw.).

So viele Kreuze, Bilderstöckchen, Kapellchen und Kapellen, ja bisweilen auch große Kirchen, sind eingelöste Gelöbte, sind überdimensionierte Votivgaben, sind Gesten der Verbundenheit mit dem, was man der Einfachheitshalber das „höhere Wesen“ nennen kann, etwas also, das uns mit der Welt verbindet. Um wie viel ärmer wären wir ohne die wunderbaren Kapellen in Griechenland, die ihre StifterInnen an den schönsten Orten der Küste aufstellten, ohne die Votivgaben mit den Szenen der Errettung aus höchster Seenot, ohne all diese Denkmäler, die uns daran erinnern, dass die Welt nicht nur aus Geld und der Arbeit daran besteht.

Ich bin nicht nur eine katholische Seefahrerin und eine Kultur- und Kunsthistorikerin, sondern auch eine Hanseatin, aufgewachsen mit Schiffahrtsgeschichten, Liedern und Kirchen voller Votivbilder, gemalten Darstellungen von allerlei Seeunglücken und Stürme, aber auch von der Errettung und Dankbarkeit. Was lag also für mich näher, als selbst ein solches Gelöbte abzulegen, sich an der Kultur und Tradition des Spirituellen zu beteiligen, und eine kleine Kapelle zu bauen, ein Bilderstock! Und Anlass für entsprechende Stoßgebete hatte ich genug. Sollten sie am Ende nicht lebensgefährlich gewesen sein, so waren sie als solche empfunden worden. Und wer weiß, ob sie nicht schnell zu solchen hätten werden können. Ein Ruder bricht, ein Segel reißt, der Anker hält nicht, das Wasser bricht ein, die Elektronik versagt, Mensch-über-Bord… alles schon da gewesen… Warum also nicht danken, einfach so, dass nichts davon geschehen ist?

Marcel:

Ich sollte also von meinem Einkaufsbummel in Paraty einen Sack Zement mitbringen. Ok, nichts leichter als das. Dabei kam mir die Idee, dass sich oberhalb der Marina einige Häuser im Rohbau befanden. Dort würden wir unser Anliegen vortragen. Da ließe sich bestimmt ein bisschen Zement abzwacken. Mit einem Sixpack Bier in der Hand (als Dankeschön für den Zement) wurden wir also eines morgens am Bauzaun vorstellig und etwas verwirrt und belustigt an den Polier? verwiesen. Ohne weiter nachzufragen, wofür zwei Touristen mit einem haarlosen Hund im Kaputzenpulli einen Eimer Zement bräuchten, ließ er uns die erbetene Menge abfüllen. Das Bier wurde vehement abgelehnt. Auch als ich anregte, man müsse das ja nicht während der Arbeitszeit trinken. Nun gut, am Ende hatten wir also kaltes Bier im Kühlschrank und einen halben Sack Zement in der Backskiste, gut verpackt und vor Feuchtigkeit geschützt.

Es fehlten noch die nötigen Steine. Auch diesbezüglich wurden wir oberhalb der Marina Engheno fündig: schöner Granit und einige mineralische Steine unterschiedlicher Größe. Bei jedem Hundespaziergang waren wir mit dem blauen, offenen Tragekanister, den wir übrigens nach dem Sturm am großen Strand der Ilha Grande fanden, unterwegs wie die Pilzsammler im Wald. Brauchbare Exemplare waren etwa faustgroß, möglichst quaderförmig und flach, während die kugelrunden und buckligen Fliegenpilzen gleich verschmäht wurden. Bei unserer Abfahrt aus Paraty lagen wir bestimmt einige Zentimeter tiefer im Wasser.

Unter Deck, im Salon, ist unser Tisch mit Rundsofa um eine Stütze unter dem Mastfuß herum angeordnet. Diese Stütze stabilisiert den Mast und leitet die vertikalen Kräfte nach unten in den Rumpf. Bei ruppigen Schiffsbewegungen kann man sich gut daran festhalten, um nicht im Salon herumgeschleudert zu werden und will man sich, ermattet vom Tagwerk, auf das Rundsofa fallen lassen, so geschieht dies, indem man sich geschickt mit ausgestrecktem Arm an der Stütze festhält und sich in einer Kreisbewegung ins Sofa schwingen lässt. Nun haben sich mit der Zeit am oberen Ende der Stütze diverse Heilige, Schutzpatrone und Götter niedergelassen, wie da wären: natürlich an erster Stelle der Heilige Christophorus, die Heilige Jungfrau vom Schnee (Madonna Las Nieves, aus La Palma), – natürlich – der Heilige Nikolaus (der Heilige der Seefahrer, aus Bari), Ganesha (Beschützer der Reisenden, ein Geschenk meiner Yogis aus Köln), Glücksbänder Do Bom Fim („Vom Guten Ende“) und der „Gute Jesus“, der Bom Jesus, beide aus Salvador (De Todos Os Santos!).

Einen Buddha haben wir auch noch und vier aus Weide selbstgewirkte Kreuze, die wir in Tazacorte auf La Palma/Kanaren zum Fest der Heiligen Bridget zusammen mit anderen Seglern unter Anleitung eines waschechten Iren selbst gebastelt haben. Siehe Saint Bridget’s Cross.

Anyway. – Es handelt sich also um eine vor physikalischer und geistiger Kraft strotzende Säule, die da im Zentrum unseres schwimmenden Habitats thront. Mit dem Wasser verwurzelt (ja, das geht, ausatmen!) und das Rigg und die Segel in den Himmel streckend (einatmen!). – Vielleicht ist das alles schon ein bisschen zuviel des Guten. Und vielleicht haben all die Schutzgötter und -heiligen auf Joannas Schultern gehockt und ihr in beide Ohren geflüstert: „Bau uns ein festes Heim! Wir versprechen unseren Segen und unsere Kraft für dieses Schiff und für seine Besatzung und den Klaubautermann weiterhin in seine Schranken zu weisen. Aber, bitte, bau uns ein Haus aus Stein, das sich nicht permanent bewegt, das nicht ständig geigt und stampft und giert.“

Joanna:

Vielleicht war das so… vielleicht aber auch ganz anders…

Marcel:

In Asien muss man sich daran gewöhnen, dass die Fischer einem anderen Schiff nicht in größerem Bogen nach den Regeln der KVR, den internationalen Kollisonsverhütungsregeln auf See, ausweichen. Das, was man (bei uns) gute Seemannschaft nennt, mahnt schon früh dazu, durch leichtes Ruderlegen eine zu nahe Begegnung mit anderen Schiffen zu vermeiden. Doch in vielen Teilen Asiens fahren die Fischer absichtlich auf einen zu, um dann kurz vor dem Bug (und nicht im Kielwasser) die Kurslinie zu kreuzen. Mit Recht fragt sich ein Europäer: Was soll das? Ganz klar: Der Bug ist den Geistern vorbehalten und durch das richtige Manöver springen die bösen Geister auf das andere Schiff über und die guten bleiben auf den eigenen Planken zurück. Klever gedacht aber trotzdem nicht nett.

In Thailand sieht man überall sogenannte Geisterhäuschen. Wird ein Haus für Menschen gebaut, so nimmt man damit den Geistern ihren angestammten Platz weg. Um die verärgerten Geister wieder zu besänftigen, werden ihnen kleine Häuschen gebaut, in denen sie dann wohnen können. Der Aufstellungsort wird durch einen Priester oder Schamanen bestimmt. Wir hatten bei unserer Platzwahl für das christlich-abendländische ‚Kapellschä‘ mit anderen Überlegungen zu kämpfen und keinen Schamanen bei der Hand, dabei wäre ein Candomblé-Priester, zumindest in Bahía, bestimmt aufzutreiben gewesen.

Joanna:
Aber Marcel wollte plötzlich unbedingt weiter. Ich hatte als optimalen Platz für das Bilderstöckchen an den Fjord Mamanguá nahe an Paraty gedacht. Dort gibt es eine verlassene Bucht mit einem gespaltenen Stein im Wasser. Oder direkt vor dem nur vom Wasser aus zu erreichenden Fischerdorf. Schließlich muss das Bilderstöckchen nicht einsam stehen!

Marcel:
Ich wollte aber weiter Richtung Süden. Wir hatten durch unsere Entscheidung, den Winter auf der Ilha Grande zu verbringen (auch wenn es sich gelohnt hat) am Ende doch viel Zeit vertrödelt, denn bis Buenos Aires lagen noch über 1.000 Seemeilen vor uns. Ich drängte also zur Weiterfahrt und Joanna bestand darauf, das Kapellchen noch auf brasilianischen Boden zu bauen. So viele kleine Inseln und versteckte Buchten wie hier, würden wir so schnell nicht wieder finden. Schließlich setzte ich mich mit dem Argument durch, man fände bestimmt noch die ein oder andere würdige Stelle für den kleinen Schrein. Waren die Geister wirklich so wählerisch? Bestimmt.

Joanna:
Es sind keine ‚Geister‘! Es sind Heilige. Und anders als bei Geistern, die einen nicht behelligen und am besten eben verlassen sollen, möchte man, dass die Heiligen da bleiben und für einen an einer höheren Stelle Fürsprache halten. Also bitte nicht alles in einen Topf werfen.

Marcel:
Wie so oft machten uns dann die Winde und das Wetter im allgemeinen einen Strich durch die Rechnung. Mal zu hohe Dünung am Ankerplatz, so dass das Anlanden nicht möglich war, mal kam der Wind aus der falschen Richtung, so dass auch das Ankern nicht möglich war, oder Sturmfronten zogen durch, oder wir fanden einfach kein geeignetes Plätzchen, das lauschig genug für Geister, Götter und Heilige gewesen wäre, oder einfach praktische Überlegungen wie: keine geeigneten Baumaterialien, keine Steine, kein feiner Sand und Süßwasser für die Mischung (Speis), usw.

Nachdem Joanna immer verärgerter wurde, da mit dem Schreinbau noch immer nicht begonnen wurde (so ist das bekanntlich mit Großprojekten; die Sagrada Familia ist schließlich immer noch nicht fertig, der Kölner Dom wurde erst nach 500 Jahren halbwegs vorzeigbar), entschlossen wir uns, nun schon hunderte Meilen weiter südlich, in São Francisco do Sul, für die Ilha Mandigituba, eine winzige Insel im Fluss. Es sollte also durch die Gezeiten die Meeresgöttin Yemanja genauso besänftigen, wie die Flussgötter.

Der erste Versuch scheiterte zwar auch dort an unangenehmen Ankerbedingungen – unerwartet aufkommendem Starkwind zwang uns zum Verholen vor die Stadt. Doch dann beim hartnäckigen zweiten Anlauf hat sich das Wetter in das Vorhaben gefügt und die Heiligen waren der Grundsteinlegung an dieser Stelle offenbar gewogen. Nachdem am Vorabend schon eine Baustellenbegehung und letzte Überprüfung der spirituellen Grundbedingungen stattgefunden hat, machen wir uns am frühen Morgen endlich an die Arbeit.

Stein auf Stein wächst der Schrein. Nicht in den Himmel, hier entstehen keine gotischen Dimensionen. Es wird eher eine heilige Minigrotte. Am Mittag stehen die Wände. Dann kommt der knifflige Teil: Wie gestalten wir das Dach? Joanna hätte gerne einen Schlussstein. Das wurde für uns Bauanfänger zu schwierig. Wir fanden ein paar flache Steine, mit denen wir das Gewölbe zusammenwachsen lassen. Und am Ende hält alles und es fühlt sich stabil an. Das Dach erscheint uns nicht einsturtzgefährdet. Der Rohbau ist abgeschlossen.

Am Nachmittag wird verfugt und verputzt. Dabei werden noch einige Zierelemente, wie Muscheln, Schnecken, Schalen und besondere Eck- und Schlusssteine eingeklebt, schließlich die Baustelle gereinigt und aufgeräumt. Kurz vor Sonnenuntergang sind wir dann auch mit der Inneneinrichtung fertig. Alle heiligen Gegenstände haben ihren Platz bekommen, die Stiftungsinschrift ist angebracht und die Kerzen entzündet. – Ende eines langen Arbeitstages auf Knien und gebeugt im Dreck umherrutschend wie die richtigen Büßer.

Joanna:
Es ist vollbracht! Nicht so groß, wie ich es mir vorgestellt habe… um genau zu sein, es ist ziemlich klein geworden. Eine Miniatur. Aber nun ja, wir sind des Bauens unkundig. Nächstes Mal wird alles größer.

Doch unsere Ausstattung gefällt mir gut. Die selbst geflochtenen Kreuze, auch eins von Nico (das ist das „Tierkreuz“, das man vom Vorjahr nimmt und nun für die Haustiere umwidmet), die wir aus La Palma/Kanaren mitgebracht haben. Dann das Christusbildchen aus einer kroatischen Kirche, das Weihwasserfläschchen, das ich besonder gut finde da aus Glas in Form einer Madonna (die mich etwas an die Figur Madonna vom Schnee aus Santa Cruz de La Palma erinnert) kommt aus Ilhabela und die Kerzen sind von der Chulugi noch aus der Zeit ihrer ersten Segeljahre, die Wunschbänder, die die ‚Kuppel‘ zieren, kommen von der Kathedrale in Ribeira de Salvador de Bahía. Ein Zettel im Inneren dokumentiert unsere Danksagung und die Rückseite ziert eine Inschrift. Wilde, auf der Insel und auf Ilha Grande gepflückte Orchideen bzw. Liliengewächse schmücken die Außenwand in der Hoffnung, dass sie sich dort ‚festsetzen‘.

Die kleine Insel ist gut gewählt, sie hat viele ‚Gesichter‘: eine Strandseite, eine bizzare Steinseite, eine liebliche ‚Brasilienseite‘. Sie ist unbewohnt, doch am Wochenende kommen Familien, und in der Woche Fischer, um hier auszuruhen und (natürlich) zu grillen. Der Stein, der zum Fundament des Bilderstocks wurde, ist nur bei Ebbe erreichbar, sonst sieht man das Kapellchen vom Wasser aus (wenn man weiß, wo sie steht). So gibt es für die Heiligen eine Ruhe- und eine Besuchszeit.

Bereits am späten Nachmittag, wir haben uns just aufs Schiff zurückgezogen, bemerkte ich wie einige Inselbesucher das Kapellchen entdeckten. Vorsichtig wurde alles bestaunt und vor dem Eingang niedergekniet (anders geht es nicht), um das Innere zu begutachten. Man zuckte Handys heraus und machte Fotos. Sicherlich, so stelle ich mir es vor, landen diese binnen weniger Sekunden auf Facebook. Zu schade, dass ich nicht weiß, wo.

Es freut uns, dass das Kapellchen just an seinem „Geburtsstag“ so gut angenommen wurde, als die Kerzen noch brannten und alles frisch und herausgeputzt war. Mir war etwas schwer ums Herz, dieses kleine Werk so ganz alleine zurückzulassen, aber wir lichteten den Anker und fuhren weiter. Mögen andere unsere Gabe in Ehren halten und vielleicht findet sich von Zeit zu Zeit jemand, der für uns und unsere Fahrt dort eine Kerze anzündet. Doch wir wären schon zufrieden, wenn es einfach nur ohne Vandalismus weiter bestünde. Marcel hat die Stelle in der Navionics-App eingetagen, vielleicht verirrt sich auch mal ein Segler dorthin.

Wir widmeten die Kapelle dem Guten Jesus und so heißt sie BOM JESUS.

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2 Responses

  1. Roland

    Als alter Baumeister und Handwerker kann ich es beurteilen , das Werk ist gelungen. Auf die Größe kommt es nicht an; sehe ich bei den LEGO-Bauwerken meiner Enkel. Es ist der Geist, der die Welt (Stein und Speis ) bewegt. Die Götter und Heiligen werden Euch danken .

    Gute Reise , Roland

    • Joanna

      Roland, danke! Die Beurteilung vom Fachmann ist uns goldwert :-)